24.02.2014
Russland: Während der Olympischen Winterspiele
Christen warben für den Glauben an Jesus - 30.000 Bibeln verteilt
Russland: Während der Olympischen Winterspiele
Christen warben für den Glauben an Jesus - 30.000 Bibeln verteilt
Sotschi (idea) – Mit dem Verteilen von Bibeln und evangelistischen Schriften haben Christen aus Russland und den USA während der Olympischen Winterspiele vom 7. bis 23. Februar im russischen Sotschi zum Glauben an Jesus Christus eingeladen. „Wir haben täglich bis zu 3.000 Bibelteile oder Neue Testamente weitergegeben“, sagte der Vizepräsident des in den USA ansässigen Missionswerks Russian Ministries (Russische Dienste/Wheaton bei Chicago), Wally Kulakoff, der die Einsätze an den Olympiastätten koordinierte. Oft hätten die ehrenamtlichen Mitarbeiter auch mit den Empfängern der Schriften gebetet. Die Neuen Testamente und Johannesevangelien auf Englisch und Russisch habe man gemeinsam mit dem kanadischen Zweig des Missionswerks Gideon International produziert. Kulakoff begrüßte die Zusammenarbeit verschiedener einheimischer Kirchen und Missionswerke bei den Verteilaktionen: „Für mich ist es eine große Ermutigung zu erleben, dass auch in Russland Missionswerke Hand in Hand zusammenarbeiten können.“
Jeden Tag zehn Glaubensentscheidungen
Mehrere Zelte hatte das in Alaska ansässige Missionswerk „Soar International“ (Aufsteigen International) in Sotschi in der „Spaßzone“ aufgebaut und dort tagsüber ein Freizeitprogramm für Kinder und Eltern angeboten: Basteln, Kinderschminken, Gesellschafts- und Computerspiele. Zudem wurden die Sportwettkämpfe auf Großbildleinwand für jene Einwohner übertragen, die keine Eintrittskarten bekommen hatten oder sie sich nicht leisten konnten. Ein internationales Team habe mit den Gästen auch über den christlichen Glauben gesprochen. „Durchschnittlich haben jeden Tag zehn Besucher eine Glaubensentscheidung gefällt“, so Kulakoff. Den Besuchern sei die große Freundlichkeit der Mitarbeiter aufgefallen. Laut Kulakoff gibt es in Russland derzeit eine große Offenheit für das Evangelium.
Eine Anstecknadel als Hilfe für Glaubensgespräche
Als Hilfe, um mit Besuchern über den christlichen Glauben ins Gespräch zu kommen, diente auch eine Anstecknadel in den Olympiafarben beim Projekt „Engage Sochi“ (Sotschi einnehmen). Man habe den Farben eine geistliche Bedeutung zugewiesen, sagte Marc Ira Hooks (Wien), Mitarbeiter beim Missionswerk IMB (International Mission Board) der Südlichen Baptisten in den USA (Richmond/Bundesstaat Virginia): „Gold steht für Gottes Liebe. Schwarz symbolisiert die Sünde, die uns von Gottes Liebe trennt. Rot zeigt uns das Blut Christi, das für die Vergebung der Sünden vergossen wurde. Blau erinnert an den Heiligen Geist und Grün an das tägliche Wachstum, das Leute erleben, die Jesus nachfolgen.“ Die rund 30.000 Anstecknadeln seien heiß begehrt gewesen. Auf Interesse seien ferner die Auftritte von christlichen Musikern aus den USA gestoßen. Nach Hooks Worten wird „Engage Sochi” nach den Winterspielen fortgesetzt. Man versuche, christliche Gemeinden zu gründen, damit die Missionseinsätze langfristig Wirkung zeigten.