25.02.2014
Nigeria: Wieder Schüler getötet
Boko Haram: „Westliche Bildung ist Sünde“ – Anschlag auf ein staatliches Internat
Nigeria: Wieder Schüler getötet
Boko Haram: „Westliche Bildung ist Sünde“ – Anschlag auf ein staatliches Internat
Buni Yadi (idea) – In Nigeria hat die radikal-islamische Terrororganisation Boko Haram (Westliche Bildung ist Sünde) einen blutigen Anschlag auf eine Schule verübt. Mindestens 40 Jungen sollen ums Leben gekommen sein. Augenzeugenberichten zufolge überfielen die Kämpfer in der Nacht zum 25. Februar ein staatliches Internat im Ort Buni Yadi im nordöstlichen Bundesstaat Yobe. Sie sollen manchen Schülern die Kehle durchgeschnitten und andere erschossen haben. Außerdem setzten sie das Gebäude in Brand. Nach Angaben der britischen Rundfunkanstalt BBC waren einige Leichen zu Asche verbrannt. Erst am 19. Februar hatte die Terrororganisation die Stadt Bama (Bundesstaat Borno) angegriffen und auch eine Schule überfallen. Dort waren über 100 Menschen ums Leben gekommen. Boko Haram will im überwiegend muslimisch besiedelten Norden Nigerias mit Gewalt einen islamischen Gottesstaat durchsetzen, in dem sich alle Bürger das Religionsgesetz, der Scharia, unterwerfen müssen. In den vergangenen drei Jahren hat die Terrororganisation mindestens 5.000 Menschen umgebracht. Nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) sind die meisten Opfer Christen. Ziele von Boko Haram sind vor allem Kirchen, aber auch staatliche und gemäßigte muslimische Einrichtungen. Schulen, an denen nach einem staatlichen Lehrplan unterrichtet wird, werden als „sündig“ angesehen, weil sie westliche Bildung vermitteln. Von den 169 Millionen Einwohnern Nigerias sind etwa 50 Prozent Muslime und 48 Prozent Christen. Die übrigen sind Anhänger von Naturreligionen.