27.02.2014

ZAR: Vertriebene Christen in verzweifelter Not

(Barnabasfund) Vertrauen wir dem Herrn Hunderttausende von Menschen an, die durch den brutalen Konflikt in der Zentralafrikanischen Republik aus ihren Häusern vertrieben wurden. Beten wir besonders für die Christen im Land; zahlreiche Gläubige mussten in den Busch fliehen, wo sie an Hunger, Erschöpfung und Krankheiten sterben. Andere leben unter entsetzlichen Bedingungen in überfüllten, provisorischen Flüchtlingslagern. Ein Pastor vor Ort erklärte: „Ganze Dörfer sind von der Landkarte getilgt worden, Kirchen sind verschwunden und im Dschungel liegen Christen im Sterben – und so geht es weiter, Tag für Tag.“

Die laufenden Auseinandersetzungen sind eine Konsequenz zahlreicher gnadenloser Angriffe gegen Christen und andere Gruppierungen durch die muslimischen Seleka-Rebellen. Die Gewaltübergriffe begannen vor fast einem Jahr nach der Machtübernahme von Michel Djotodia, dem ersten muslimischen Präsidenten des mehrheitlich christlichen Landes. Mr. Djotodia ist inzwischen als Präsident zurückgetreten und hat das Land verlassen. Die neue Präsidentin der Zentralafrikanischen Republik hat versprochen, eine Präsidentin für alle Zentralafrikaner zu sein.

Sowohl christliche als auch muslimische Verantwortliche haben die Bevölkerung zu Frieden und Versöhnung aufgerufen. Eine Kirche in Boali hat rund 700 Muslimen, die vor Gewaltübergriffen geflohen sind, Zuflucht gewährt. Beten wir, dass solch christliche Taten die Herzen der gewalttätigen Menschen umstimmen und dass die neue Präsidentin dem Land schnell Frieden bringt. Beten wir auch, dass die materiellen Bedürfnisse aller zentralafrikanischen Bürger gestillt werden und dass sie bald sicher in ihre Häuser zurückkehren und ihr Leben neu aufbauen können.