02.01.2014

Syrien: Die Nähe Gottes ist ihr Glück

Auch für syrische Christen gilt die Jahreslosung

Syrien: Die Nähe Gottes ist ihr Glück

Auch für syrische Christen gilt die Jahreslosung

Stuttgart (idea) – Auch für die bedrängten und verfolgten Christen in Syrien gilt das Bibelwort, dass die Nähe Gottes ihr Glück ist. Das sagte der württembergische Landesbischof Frank Otfried July (Stuttgart) bei der traditionellen „Neujahrsstunde“ des pietistischen Gemeinschaftsverbandes „Die Apis“ (früher „Altpietisten“) am 1. Januar in Stuttgart. In der Auslegung der biblischen Jahreslosung für 2014 „Gott nahe zu sein ist mein Glück!“ (Psalm 73,28) betonte July, dass das Wort nicht für Schönwetterzeiten aufgeschrieben worden sei. Vielmehr stehe dahinter die Erfahrung von Betern, denen es im Vergleich mit ungläubigen Menschen körperlich und materiell schlecht ging. In dieser Situation sei die Nähe Gottes ihr einziger Trost gewesen. July erinnerte daran, dass es von den beiden am 22. April verschleppten syrischen Erzbischöfen Mor Gregorios Yohanna Ibrahim von der syrisch-orthodoxen Kirche und Boulos Yazigi von der griechisch-orthodoxen Kirche immer noch keine Spur gebe. Am 2. Dezember seien zwölf Nonnen aus dem orthodoxen Thekla-Kloster im christlichen Wallfahrtsort Maalula verschleppt worden, und zahlreiche syrische Christen seien umgebracht worden, weil sie ihren Glauben nicht verleugneten. Dennoch feierten die Christen in Syrien Gottesdienste in der Gewissheit, dass Gott ihnen nahe ist. Der Vorsitzende der Apis, Pfarrer Steffen Kern (Walddorfhäslach bei Reutlingen), rief die Kirchenmitglieder auf, mit anderen Menschen über Glaubenserfahrungen zu sprechen. Sie sollten ebenfalls die heilsame Nähe Gottes kennenlernen.

Silvester-Konferenz: Vorfreude auf den Himmel

Traditionell beendete der Gemeinschaftsverband auch das Jahr 2013. Zur Silvester-Konferenz kamen rund 450 Mitglieder nach Hülben bei Reutlingen, um auf Kurzbotschaften von etwa einem Dutzend Pfarrer, Gemeinschaftsprediger und Laien zu hören. Sie ermutigten zur Vorfreude auf den Himmel. Dies dürfe allerdings nicht dazu führen, die Hände in den Schoß zu legen. Konferenzleiter war Prof. Siegfried Kullen, der zu den ältesten pietistischen Familien Württembergs gehört.