06.01.2014

Südsudan: Hunderttausende Menschen auf der Flucht

Seit drei Wochen Krieg im Südsudan

Südsudan: Hunderttausende Menschen auf der Flucht

Seit drei Wochen Krieg im Südsudan

Juba (Reuters/AKREF) - In der südsudanesischen Hauptstadt Juba sind am Sonntag wieder Gefechte ausgebrochen.

Die Kämpfe zwischen den Truppen von Präsident Salva Kiir und den Kämpfern seines entlassenen ehemaligen Stellvertreters Riek Machar hatten bereites im Dezember in Juba begonnen. Die Kämpfe breiteten sich rasch auf andere Teile des Landes aus. So dass auch die Christen an Weihnachten keine Ruhe fanden.

Um einen Waffenstillstand zu erreichen sollten im Nachbarstaat Äthiopien am Sonntag erste direkte Gespräche von Vertretern der Konfliktparteien beginnen. Stunden nach dem geplanten Gesprächsbeginn um 13.00 Uhr MEZ gab es immer noch keine Hinweise darauf, dass die Unterhändler tatsächlich zusammengekommen sind.

Zuvor hatten die USA an beide Seiten appelliert, bei den Gesprächen in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba rasche und spürbare Fortschritte zu erreichen. Die Regierung Südsudans sollte ihre Zusagen einhalten und politische Gefangene umgehend freilassen. Außenminister John Kerry mahnte die USA würden sich für internationalen Druck gegen die Konfliktpartei einsetzen, die sich mit Gewaltanwendung Vorteile verschaffen wolle.

Hintergrund des Konflikts ist ein Machtkampf zwischen Präsident Kiir und dem von ihm entlassenen Vizepräsidenten Machar, die rivalisierenden Volksgruppen angehören. Bei den seit rund drei Wochen andauernden Kämpfen wurden mehr als 1000 Menschen getötet.