31.01.2014
Ukraine: Gewalt eskaliert
Ein Beitrag aus der Schweiz von HMK Partnern mit der Bitte um Gebet
(HMK) Die Ukraine ist im Moment am Scheideweg. Entweder werden wir ein totalitäres Land oder ein freies Land. Der Wille der gottlosen Menschen scheint zu gewinnen, doch es gibt auch eine andere Art Menschen: Seine Gemeinde. Wir als Christen sind diejenigen, die auf unseren menschlichen und oft irrenden und Böses bringenden Willen verzichtet haben und dem GÖTTLICHEN WILLEN den Vorzug geben. Wir wollen, dass in unserem Land Gottes Wille siegt. Gott, wir wollen, dass Du Dein Reich gründest. Wir rufen Dich an, vergib unsere Sünden und heile unser Land. DEIN WILLE GESCHEHE!!!
Menschen verschwinden - verstümmelte Leichen tauchen auf...
In der Ukraine verschwinden haufenweise Menschen! Einzelpersonen und sogar ganze Gruppen. Am Samstag wurden 20-30 junge Leute in Tscherkassy in einen Lieferwagen gepackt – sie wurden nicht mehr gesehen. Dahinter stehen die Sonderkommandos der Regierung. Es gibt sogar Gerüchte, wonach russische Spezialeinheiten dahinter stecken könnten…hier zwei tragische Fälle, die sich übers Wochenende vom 24.-27. Januar 2014 ereignet haben:
Erster Fall: Unser Freund Ilja willkürlich verhaftet und verurteilt
Ilja, der Sohn unserer Freunde, wurde am Wochenende von den Sonderkommandos der Regierung verhaftet! Er nahm an einer friedlichen Demonstration vor dem Gebäude des Gebietsrates teil. Plötzlich erschienen etwa 30 Schlägertypen und brachen ins Gebäude ein. Sie begannen alles zu ruinieren und zu zerstören. Die Miliz der Regierung stand daneben und machte nichts dagegen.
Nach 10-15 Minuten verschwanden diese Schlägertypen wie auf Kommando und dann griffen die Miliz und Sonderkommandos der Regierung an. Sie schlugen wahllos mit Gummistöcken auf die friedlichen Menschen ein und verhafteten viele. Alles sah aus wie im Horrorfilm: schrecklich, fürchterlich und gut geplant.
Als die Sonderkommandos die Gefängnistransporter gefüllt hatten (ca. 60 Personen), fuhren sie in unbekannte Richtung weg, auch Ilja war dabei. Die Eltern von Ilja suchten die ganze Nacht nach ihrem Sohn. Am Samstag (25.01.2014) fand dann seine Gerichtsverhandlung statt. Ilja wurde zu 15 Tagen Haft verurteilt oder zu einer Busse von 24‘000 UHA (umgerechnet CHF 2‘700). Das ist ein riesiger Betrag, den seine Eltern unmöglich bezahlen können (ein Durchschnittslohn in der Ukraine beträgt CHF 200-300, Anm. HMK), aber die Gläubigen haben das Geld für Ilja gesammelt. Heute (27.01.2014) sollte Ilja nach Bezahlung der Busse frei kommen. Es ist noch unklar, ob es schon ein definitives Urteil ist oder nicht. Es ist gerade so vieles unklar und unberechenbar...
Zweiter Fall: Universitätsdoktor verprügelt – aus Transporter geworfen – erfroren
Es ist tragisch: Die Truppen der Sonderkommandos gingen in den vergangenen paar Tagen durch die Stadt und hielten junge Leute an, die durch das Stadtzentrum gingen. Und sie wurden nicht mehr gesehen…vielleicht werden sie auch zu Bussen verurteilt (der Präsident braucht jetzt dringend Geld). Hunderte von Menschen in Kiew sind auch verschwunden!
In der Umgebung Kiews findet man frische Leichen, verprügelt und verstümmelt. Einer von ihnen ist Jurij. Er ist bzw. war Doktor an der Universität in Lviv und nahm ebenfalls an den Demonstrationen in Kiew auf dem Maidan-Platz teil. Er wurde während eines Angriffes des Sonderkommandos verwundet und musste ins Krankenhaus. Ein Bekannter namens Igor brachte ihn in die Klinik, wo sie dann beide verhaftet wurden.
Die Sonderkommandos lauern in Kliniken und Krankenhäuser auf die Verwundeten, um sie festzunehmen!!! Jurij und Igor wurden aus dem Krankenhaus in den Gefängnistransporter geschleppt, stark verprügelt und irgendwo in der Umgebung Kiews ohne Kleidung aus dem Auto geworfen – bei minus 15 Grad. Igor konnte kaum gehen, aber er schaffte es, bis zum nächsten Dorf zu kriechen. Er hat überlebt. Doch Jurij wurde viel grausamer verprügelt und ist erfroren. Als man ihn gefunden hatte, war er schon tot. Gestern fand in Lviv in der Kathedrale die Totenmesse für Jurij Werbitskij statt. Schrecklich…