02.06.2014
Nigeria: Mehr als 100 Tote durch Anschläge von Boko Haram
Terrordrohungen gegen Christen auch im Nachbarland Kamerun
Nigeria: Mehr als 100 Tote durch Anschläge von Boko Haram
Terrordrohungen gegen Christen auch im Nachbarland Kamerun
Mubi (idea) – Bei mehreren Bombenanschlägen der radikal-islamischen Terrorgruppe Boko Haram (Westliche Bildung ist Sünde) sind am 31. Mai und 1. Juni in Nigeria mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Ziele waren eine Bar und ein Bordell in der nordnigerianischen Stadt Mubi an der Grenze zu Kamerun. Dabei starben mindestens 60 Personen. Auch der Überfall auf drei christliche Dörfer im mehrheitlich muslimischen Norden des Landes am 31. Mai geht laut Berichten der nigerianischen Zeitung „Vanguard“ auf das Konto der Gruppe. Mindestens 42 Menschen wurden getötet, als die Islamisten mit Sturmgewehren und Benzinbomben bewaffnet in die Dörfer Kanari, Wazarde und Gula eindrangen. Unklar ist nach wie vor, ob die Terrorgruppe auch für den Anschlag auf ein Fußballstadion in Mubi verantwortlich ist, bei dem am 1. Juni rund 40 Menschen getötet und Dutzende verletzt wurden. Bislang hat sich noch niemand zu dem Anschlag bekannt. Mubi liegt 180 Kilometer entfernt von der Stadt Maiduguri, die als Hochburg der Terrorgruppe gilt. Sie will in ganz Nigeria das islamische Religionsgesetz, die Scharia, einführen. Bereits 2012 hatte Boko Haram eine Hochschule in der Stadt überfallen und zahlreichen Studenten die Kehlen durchgeschnitten. International in die Schlagzeilen geriet die Organisation im April durch die Entführung von über 200 meist christlichen Schülerinnen. Medienberichten zufolge sollen die Mädchen, die sich mehrheitlich weiterhin in der Gewalt der Islamisten befinden, zwangsislamisiert und -verheiratet werden. Boko Haram verübt seit fünf Jahren Anschläge vor allem auf Schulen und Kirchen. Allein in diesem Jahr sind ihnen mindestens 2.000 Menschen zum Opfer gefallen. Anführer Abubakar Shekau erklärte in einem Video, der „Krieg“ richte sich gegen die „schädlichen Einflüsse“ von Christen in Nigeria.
Kamerun: Militär tötet 40 Boko-Haram-Kämpfer
Im Nachbarland Kamerun kam es nach der Freilassung zweier italienischer Priester und einer Nonne, die von Boko Haram festgehalten worden waren, zu einem Gefecht zwischen Militäreinheiten und Kämpfern der Terrorgruppe. 40 von ihnen dabei wurden getötet. Auf der Bundesratstagung (Synode) des Bundes Evangelisch Freikirchlicher Gemeinde (Baptisten- und Brüdergemeinden) Ende Mai in Kassel wurde berichtet, dass Terrordrohungen von Boko Haram zunehmend die missionarische Arbeit der Christen beeinträchtigen.