04.06.2014
Weltweit: Wo Christen am meisten unter Gewalt leiden
Open Doors International berichtet:
Santa Ana (idea) – Das westafrikanische Nigeria ist das Land, in dem Christen am meisten unter Gewalt wegen ihres Glaubens leiden. Es folgen Syrien, Ägypten, die Zentralafrikanische Republik, Mexiko, Pakistan, Kolumbien, Indien, Kenia und der Irak. Das geht aus einer Aufstellung hervor, die das Hilfswerk Open Doors International (Santa Ana/US-Bundesstaat Kalifornien) jetzt veröffentlicht hat. Darin werden alle gemeldeten Verfolgungsfälle im Zeitraum zwischen dem 1. November 2012 und dem 31. März 2014 berücksichtigt. Insgesamt wurden 3.641 Kirchen und christliche Häuser zerstört. In 13.120 Fällen waren Christen anderen Formen von Gewalt ausgesetzt, etwa Verprügelungen, Entführungen, Vergewaltigungen, Verhaftungen und Zwangsehen. Das Hilfswerk führt auch eine Statistik über getötete Christen. Insgesamt verloren 5.479 Personen ihr Leben wegen ihres Glaubens an Jesus. Hier führt ebenfalls Nigeria die Liste mit 2.073 Todesopfern an, gefolgt von Syrien (1.479), der Zentralafrikanischen Republik (1.115), Pakistan (228), Ägypten (147), Kenia (85), Irak (84), Birma, Sudan (jeweils 33) und Venezuela (26). Besonders in Ländern, in denen Terrorismus oder Bürgerkrieg herrschen wie in Nigeria, Syrien und der Zentralafrikanischen Republik, ist das Leben von Christen bedroht. Entweder werden sie zur Zielscheibe radikal-islamischer Terrorgruppen wie Boko Haram (Westliche Bildung ist Sünde) oder sie geraten zwischen die Bürgerkriegsfronten, etwa in Syrien.
Warum Nordkorea fehlt
Open Doors veröffentlicht jedes Jahr auch einen „Weltverfolgungsindex“. An der Spitze steht seit zwölf Jahren Nordkorea. Das kommunistisch regierte Land fehlt jedoch auf der Liste der Länder mit der meisten Gewalt gegen Christen. Der Grund sei, dass keine akkuraten Daten aus dem abgeschotteten Land zu erhalten seien, erklärte Nordkorea-Referent Jan Vermeer. Zwar würden in Nordkorea mit Sicherheit Tausende Christen wegen ihres Glaubens gefoltert, misshandelt und getötet, aber wegen des Mangels an zuverlässigen Zahlen erscheine das Land nicht auf der Liste.