06.06.2014

Albanien: Erste Kathedrale in Tirana

Die albanische Hauptstadt galt als islamisches Zentrum. Durch beharrliche Evangelisation haben jetzt die Christen an Einfluss gewonnen und erhalten ihre erste Kathedrale.

Albanien: Erste Kathedrale in Tirana

Die albanische Hauptstadt galt als islamisches Zentrum. Durch beharrliche Evangelisation haben jetzt die Christen an Einfluss gewonnen und erhalten ihre erste Kathedrale.

(HMK) Der „balkanische Stalin“ Enver Hoxha hatte 1967 den „Ersten Atheistischen Staat“ der Welt errichtet. Die albanische Orthodoxie zog sich ins Landesinnere zurück. Nach der albanischen Wende von 1991 aber kehrten immer mehr orthodoxe Christen in die Hauptstadt zurück. Ihnen dient nun der neue Auferstehungs-Dom, ein moderner Kuppelbau mit Anleihen an den traditionell-byzantinischen Stil. Die Auferstehungskathedrale besteht aus einem grossen Kuppelgebäude und dem nebenstehenden Glockenturm.

Seine Einweihung ist zugleich die Krönung des Lebenswerkes des Erzbischofs Anastasios von «ganz Albanien». Der gebürtige Grieche hatte sich schon lange als orthodoxer Afrikamissionar und Religionswissenschafter einen guten Namen gemacht, als ihm 1991 Patriarch Bartholomaios die Neuevangelisierung Albaniens anvertraute. Es ist weitgehend der Verdienst von Anastasios Yannulatos, dass in Albanien als ziemlich einzigem Land des ehemaligen Ostblocks der kirchliche Wiederaufbau von Griechisch-Orthodoxen, Katholiken und evangelischen Christen einträchtig und nicht rivalisierend geschieht.

Zusammenarbeit mit evangelischen Werken

Das orthodoxe Hilfswerk «Diakonia Agapes» (Diakonie der Liebe), dem in einem der nach wie vor ärmsten Länder Europas besondere Bedeutung zukommt, arbeitet eng mit evangelischen Werken zusammen. So etwa mit der Hilfe für die Opfer der Blutrache, die im albanischen Bergland bis heute nicht ausgestorben ist, durch die Herrnhuter Brüdergemeine. Dazu kommen die «Christlichen Hilfsvereine» der Methodisten und des albanischen «Baptisten-Bundes», die evangelikale «Medizinische Nothilfe Albanien» sowie eine ganze Reihe von Projekten des «Hilfswerks der Evangelischen Kirchen der Schweiz» (HEKS).

Das HEKS ist seit Beginn der neunziger Jahre in Albanien tätig. Besonders aktiv ist es in den Bereichen Unterstützung der sozialen und professionellen Ausbildungen und von Eingliederung in den Arbeitsmarkt mit dem Fokus auf Jugendliche, Frauen und Roma. Letztere – in Albanien wie in Kosovo «Yift» (Ägypter) genannt – werden auch auf kommunalem und politischem Gebiet geschult, damit sie ihre Rechte auf Gemeinde- und nationaler Ebene geltend machen können.

Gebetsanliegen:
Bitten wir, dass die albanischen Christen in ihrem Land mutige Zeugen für Jesus sind.

http://www.verfolgte-christen.org/helfen-sie-mit/beten/albanien/