06.06.2014
ZAR: Kein Erbarmen!
Open Doors) – Im Mai besuchte ein Team von Open Doors Christen in mehreren Orten der Zentralafrikanischen Republik. In dem mehrheitlich christlichen Land sind die Menschen entsetzt und vielfach schwer traumatisiert wegen der furchtbaren Gewalt, die sie erlebt haben. Die Christen und einheimische Kirchen beten und arbeiten ohne Unterlass, damit Versöhnung und Frieden ins Land zurückkommen. Der Angriff auf die Fatima Kathedrale am 28. Mai mit vielen Toten und Verletzten zeigt, dass wir unseren Glaubensgeschwistern noch viel mehr im Gebet beistehen müssen.
Er bat um Gnade
Maria Noukama* ist mit 22 Jahren bereits Witwe und muss alleine für Sara (5) und Vincent (10) sorgen. Ihr Ehemann Bonaventura wurde am 6. Oktober 2013 in seinem Dorf Gaga getötet. An jenem Tag kamen Kämpfer der muslimischen Seleka zusammen mit Fulani Mbororo – alle sprachen arabisch – zum Haus der Familie. Bonaventura flehte um Gnade. Doch sie zerrten ihn etwa 50 Meter weg vom Haus, wo sie ihn schlugen und vor den Augen seiner Frau erschossen. Seinen Leichnam warfen sie in eine Grube, in der bereits andere Körper lagen.
Dann wandten sich die Rebellen Maria zu. Sie bat um Erbarmen und fiel in Ohnmacht. Als sie zu sich kam, flüchtete sie in den Busch, wo sie jedoch von den Männern der Seleka eingeholt und vergewaltigt wurde. Maria ist am Boden zerstört. Sie kämpft sehr mit ihren Gefühlen und mindestens genauso hart mit ihrer finanziellen Lage. Ihre Schwester samt Ehemann ist zu ihr gezogen, um sich gegenseitig in diesen schweren Tagen zu unterstützen.
Ihr Gebet Sie ist voll Glauben und zutiefst dankbar gegenüber Gott. "Ich habe alles in Gottes Hände gelegt. Gott erhört meine Gebete. Ich bin gesund." Bitte beten Sie für Maria und ihre Kinder und für ein Ende der Gewalt.
*Name aus Sicherheitsgründen geändert
Nachricht bereitgestellt von Open Doors Deutschland