30.06.2014
Deutschland: Massive Kritik am EKD-Grußwort zum Ramadan
Evangelische Karmelmission: Traditionell wird an den „Heiligen Krieg“ gedacht
Deutschland: Massive Kritik am EKD-Grußwort zum Ramadan
Evangelische Karmelmission: Traditionell wird an den „Heiligen Krieg“ gedacht
Schorndorf (idea) – Massive Kritik am Grußwort der EKD zum muslimischen Fastenmonats Ramadan wurde beim Jahresfest der Evangelischen Karmelmission am 29. Juni in Schorndorf geübt. Der EKD-Ratsvorsitzende, Nikolaus Schneider (Berlin), hatte den Ramadan als einen Monat der Besinnlichkeit und der Versöhnung gelobt. Aber nach Angaben des Missionsleiters Martin Landmesser wird in dieser Zeit traditionell an den „Heiligen Krieg“ gedacht, in dem Muslime die wichtigsten Siege über die Feinde Allahs errangen. In den letzten Jahren sei der Fastenmonat zu einer blutigen Zeit für Christen in der islamischen Welt geworden. Außerdem werde daran erinnert, dass der Prophet Mohammed (570-632) im Ramadan die Offenbarung des Korans empfangen habe. Der Lehre des Islam zufolge löse er die Evangelien und die Thora als letztgültige Wahrheit ab.
Landmesser: Im Islam wird Jesus zum Massenmörder
Landmesser sagte, es sei „äußerst merkwürdig und schwer erklärbar“, dass Schneider ausgerechnet den Monat des „Heiligen Krieges“ würdige und zudem Allah mit dem Gott der Christen gleichsetze. Der Missionsleiter: „Wie kann man behaupten, Christen und Muslime glaubten an denselben Gott, wenn doch der Prophet Mohammed selbst lehrt: Isa, der islamische Jesus, werde wiederkommen und bei seiner Wiederkunft alle Schweine töten, alle Kreuze zerbrechen, alle Christen zum Islam bekehren und eine blutige Schlacht zur Ausrottung aller Juden führen.“ Damit mache der Islam aus Jesus einen Massenmörder an Juden. Laut Landmesser ist der Koran das einzige antisemitische Buch, das in Deutschland frei erhältlich ist.
Indonesien wird zum Gottesstaat
Berichte aus einigen Einsatzgebieten der Karmelmission zeigten gegensätzliche Tendenzen in der islamischen Welt. Das Land mit den meisten Muslimen, Indonesien, verwandele sich mit Milliarden Petrodollars aus arabischen Golfstaaten in einen islamischen Gottesstaat, in dem zunehmend das Religionsgesetz, die Scharia, angewandt werde. In den nächsten Jahren solle die millionste Moschee eröffnet werden. Dagegen bekämen Christen zunehmend Schwierigkeiten. Staatliche Instanzen behindern den Bau von Kirchen und tolerierten gleichzeitig die Überfälle islamischer Aktivisten auf bestehende Kirchen. Dennoch träten überall Muslime zum Christentum über.
Ghana: Ex-Muslime bilden Kirchengemeinden
Vertreter der „Bibel Kirche in Westafrika“ teilten mit, dass im Norden Ghanas in den letzten 20 Jahren mit Hilfe der Karmelmission zahlreiche Kirchengemeinden aus ehemaligen Muslimen entstanden seien. Dies sei ein „Wunder“, weil diese Region zu 90 Prozent islamisch geprägt sei und Saudi-Arabien und der Iran durch kostenlose Bildungs- und Medizinangebote versuchten, Muslime gegen das Evangelium zu immunisieren. Die 1904 gegründete Evangelische Karmelmission ist einer der weltweit größten auf den Islam spezialisierten Verlage für evangelistische Literatur. Sie unterhält Regionalbüros in 20 Ländern mit mehr als 200 Mitarbeitern. Diese leisten auch humanitäre Hilfe in Kriegs- und Krisengebieten, besonders unter den syrischen Flüchtlingen im Libanon und Jordanien sowie im Irak. Der Sitz der Missionszentrale ist in Schorndorf bei Stuttgart.