05.03.2014
Nigeria und Syrien: Volker Kauder plant Besuche
Große Konferenz zum Thema Christenverfolgung geplant
Nigeria und Syrien: Volker Kauder plant Besuche
Große Konferenz zum Thema Christenverfolgung geplant
(Pro/AKREF) Anläßlich des Besuchs in Ägypten vor einigen Tagen von Franktionsvorsitzendem der CDU/CSU, Volker Kauder stellte PRO Fragen zur Christenverfolgung. Nachstehend Auszüge aus dem Interview zu Nigeria und Syrien-Flüchtlinge.
Kauder: Ich werde in diesem Jahr noch nach Afrika reisen, um mich um die Situation der Christen in Nigeria zu kümmern. Nach dem Aufenthalt dort werde ich mehr sagen können. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird auch noch in diesem Jahr, wahrscheinlich im Herbst, eine große Konferenz zum Thema Christenverfolgung veranstalten. Wir wollen uns da ein umfassendes Bild zur Lage verfolgter Christen weltweit verschaffen, speziell auch in Afrika.
PRO: Dabei werden Sie sicher auch auf den Bürgerkrieg in Syrien zu sprechen kommen. Die Bundesregierung hat im Dezember das Kontingent von Syrien-Flüchtlingen verdoppelt. Trotzdem liegen mehr als zehn Mal so viele Anmeldungen vor. Was schlagen Sie vor, wie Deutschland angesichts zunehmenden Bedarfs zukünftig mit Flüchtlingen umgehen sollte?
Kauder: Der Bedarf wird immer wesentlich größer sein als die Möglichkeiten zur Aufnahme. Wenn man sich die Situation in Syrien anschaut, wundert das auch nicht. Man muss sich überlegen, ob man nochmals das Kontingent erhöht. Aber das ist natürlich alles keine Lösung angesichts der dramatischen Lage im Land. Es muss weiter an einer Friedenslösung für Syrien gearbeitet werden. Das ist keine leichte Aufgabe. Vor allem muss eins klar sein: Es sind nicht nur Christen, die dort verfolgt werden. Es gibt inzwischen auch die Verfolgung von Glaubensrichtungen im Islam. Kämpfe gegen Sunniten und Schiiten sind genauso auf der schrecklichen Tagesordnung dieses Bürgerkriegs. Die Verfolgung Andersgläubiger ist leider nicht nur dort mit Gewalt verbunden.
ganzes Interview unter PRO online