13.03.2014

Bhutan: Zwei Pastoren verhaftet

Buddhistisches Königreich: Polizei greift bei Einweihung einer Kirche ein

Bhutan: Zwei Pastoren verhaftet

Buddhistisches Königreich: Polizei greift bei Einweihung einer Kirche ein

Thimphu (idea) – Im buddhistischen Königreich Bhutan (Südasien) sind zwei evangelische Pastoren drei Tage lang in Arrestzellen eingesperrt worden. Die Polizei hatte sie am 6. März bei einer Gebetsversammlung zur Einweihung einer Kirche im Dorf Khapdani festgenommen. Etwa 30 weitere Christen wurden verhört und danach wieder auf freien Fuß gesetzt. Sie müssen sich regelmäßig bei der Polizei melden, berichtet die Internetzeitung Christian Post. Die Pastoren wurden in eine Haftanstalt in der Distrikthauptstadt Samtse gebracht, berichten Augenzeugen. Die Polizei bestreitet jedoch auf Nachfrage jegliche Festnahme aus religiösen Gründen. In dem Himalaja-Staat von der Größe der Schweiz ist der Buddhismus Staatsreligion. Ihr werden etwa 80 Prozent der 1,2 Millionen Einwohner zugerechnet. Hindus machen etwa 18 Prozent und Muslime sowie Christen jeweils ein Prozent aus. Bis März 2008 war König Jigme Khesar Namgyel Wangchuk absoluter Herrscher. Seither besteht in Bhutan eine konstitutionelle Monarchie.