27.03.2014
Ägypten: Kopten weiter unter Druck
Bilanz nach der Massenmordankündigung
"Auf jeden Fall werden die Entwicklungen in Ägypten weitreichende Folgen in der gesamten arabisch-islamischen Welt haben," schreibt Pro in seinem neuen Artikel über Ägypten.
Ganz unabhängig davon, ob das Massentodesurteil vom vierten Märzmontag 2014 revidiert wird, es hat schon jetzt dem anti-islamistischen Anliegen, weit über das Land am Nil hinaus, großen Schaden zugefügt. Für die uralte christliche Gemeinschaft des Landes, die alles auf die Karte Sisi gesetzt hat, sodass bei der Absetzung von Präsident Mursi gar der koptische Papst Tawadros II. an der Seite des Feldmarschalls stand, könnte sich das Vorgehen ihres Patrons als fatal erweisen. Die fast zehn Millionen Kopten haben in den vergangenen Jahren, vor allem in ländlichen Gebieten, die die internationale Gemeinschaft kaum beobachten kann, furchtbare Verfolgungen erlebt. Dass Tawadros II. immer wieder betont hat, Sisi habe eine „nationale Pflicht“ bei den kommenden Wahlen Präsident zu werden, kann sich für seine Nachfolger als furchtbarer Bumerang erweisen, sollte der Feldmarschall mit seiner Politik versagen. (pro)
ganzer Artikel unter Pro vom 27.3.14