31.03.2014

Irak: Behörden helfen, damit Christen im Land bleiben

Danken wir Gott, dass die irakischen Behörden die schlimme Lage der Christen erkannt und Schritte unternommen haben, um den Gläubigen dabei zu helfen im Land zu bleiben. Seit der Invasion 2003 haben sich die anti-christlichen Angriffe im Land verschlimmert; hunderttausende von irakischen Christen sind seither aus dem Land geflohen. Es wird befürchtet, dass das Christentum komplett aus dem Irak verschwindet; aus einer Konfession alleine verlassen jeden Tag sechs Familien das Land.

Um die Christen davon zu überzeugen in ihre Heimat zurückzukehren, hat der Gouverneur von Basra, einer Stadt im Süden des Iraks, versprochen, jedem Christen ein Stück Land zu geben und Arbeitsmöglichkeiten für sie zu finden. Die Möglichkeit einer autonomen Provinz für die Christen in der Ninive-Ebene im Norden des Landes wird ebenfalls in Betracht gezogen. Es wird gehofft, dass die Gläubigen in einer solchen Provinz ein sicheres Leben führen könnten, doch die Idee steckt noch in den Kinderschuhen. 

Auf nationaler Ebene wird ein Gesetzesentwurf vorbereitet, der die Teilnahme der Christen und anderer Minderheiten im öffentlichen Leben gewährleisten sollte. Zurzeit sind Minoritäten politisch nur minimal vertreten. Durch überarbeitete Lehrpläne für Geschichte und Religionslehre versucht das Gesetz auch die Einstellung der breiten Bevölkerung zu beeinflussen und die Akzeptanz von Minderheiten zu fördern.

Trotz dieser positiven Schritte seitens der Regierung wird der Irak nach wie vor von Gewalt verwüstet. Mit über 1.000 Toten war Januar der tödlichste Monat seit sechs Jahren und islamistische Aufständische gewinnen zunehmend an Boden. 

Danken wir Gott, dass die irakischen Behörden realisiert haben, dass die Christen im Irak Hilfe benötigen, um zu überleben. Beten wir, dass die geplanten Schritte zu mehr Sicherheit und Freiheit für unsere Brüder und Schwestern führen, so dass sie in ihrem Heimatland bleiben können.

Quelle: barnabasfund vom März 2014