13.05.2014

China: Christenverfolgung und deren Hintergründe

[ZGB] Die China Aid Association, die Organisation des in die USA immigrierten Dissidenten des Studentenaufstands von 1989 in Peking und auch politisch sehr aktiven Bob Fu, hat veröffentlicht, dass in China im vergangenen Jahr 7.424 Christen verfolgt worden sind. Brent Fulton, ein ausgewiesener Kenner der Situation in China, hat solche Vorkommnisse nun analisiert und festgestellt, dass es vor allem folgende Hintergründe für diese Vorkommnisse gegeben hat:

Ausländische Beteiligung in den Hausgemeinden, die entweder in aller Offenheit geschieht oder auch nach außen hin recht verborgen sein kann. Politische Absichten einzelner Gemeindeglieder, welche die Gemeinde als Basis für ihre politisch subversiven Aktivitäten nutzen wollen.

Zu große oder "zu laute" Hausgemeinden, die durch ihr dominantes Auftreten sowohl die offiziellen Kirchen als auch die Behörden provozieren.

Politische Strömungen im Land, die gelegentlich dazu führen, dass es auf

lokaler Ebene zu überzogenen Reaktionen einzelner ehrgeiziger Beamten kommt, die sich auf diese Weise profilieren wollen.

Raffgier lokaler Beamter, die Immobilien von Kirchen oder Hauskirchen als leichte Beute für Infrastrukturprojekte kassieren wollen, um dies zu ihrer persönlichen Bereicherung auszunutzen.

Missachtung der Gesetze durch Christen, welche dadurch in den Focus der Behörden geraten und darum gelegentlich auch mit drastischen Strafen belegt werden, wie auch im Fall der o. g. Sanjiang-Kirche in Wenzhou.

Quelle: China – Informationen 2014 - 06