13.05.2014
Kuba: Damen in Weiss geschlagen
Am Muttertag misshandelt, geschlagen und verhaftet
Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, halten die Übergriffe gegen die Bürgerrechtorganisation „Damen in Weiß“ an. Am vergangenen Wochenende wurden in Santiago de Cuba mindestens 40 „Damen in Weiß“ verhaftet und geschlagen. Nach Angabe von Belkis Cantillo, Vertreterin der „Damen in Weiß“ in Santiago de Cuba, bereiteten die Bürgerrechtlerinnen eine Feier anlässlich des Muttertages am 11. Mai 2014 vor. Um 12 Uhr mittags umstellten Staatssicherheitsbeamte das Haus, in dem das Treffen stattfand, und misshandelten, schlugen und verhafteten alle, die das Haus betreten oder verlassen wollten. „Sie haben auch jene belästigt, die uns unterstützen, einfache Bürger und sogar einen 12-jährigen Jungen“, so Cantillo.
In Melena del Sur (Provinz Mayabeque) berichtete die „Dame in Weiß“ Sandra Guerra Pérez am 10. Mai 2014, dass sie und weitere „Damen in Weiß“ von Staatssicherheitsbeamten und Polizisten belagert werden. „Sie belagern uns seit vier Uhr früh (…) egal wo ich hingehe, sind sie auch“, so Guerra Pérez gegenüber der IGFM. Am Muttertag, dem 11. Mai 2014, stieg die Verfolgung gegen die „Damen in Weiß“ weiter an, so wurden etwa in Colón (Provinz Matanzas) 13 „Damen in Weiß“ nach der Sonntagsmesse festgenommen, aus Cárdenas (Provinz Matanzas) wurden der IGFM weitere sieben Verhaftungen gemeldet.
Die IGFM kritisiert die steigenden Repressalien gegen friedliche Bürgerrechtlerinnen, die bloß eine Feier zu Ehren aller Mütter ausrichten und friedlich die Sonntagsmesse besuchen wollten. „Dass Bürgerrechtlerinnen bei einer Feier anlässlich eines besonderen Feiertages für alle Mütter misshandelt, geschlagen und verhaftet werden, ist typisch für die Haltung des Castro-Regimes und darf von der Europäischen Union nicht toleriert werden. Die IGFM fordert die EU auf, die Übergriffe gegen Menschenrechtsverteidiger auf Kuba in ihre Verhandlungen über eine Normalisierung der Beziehungen zu der Karibikinsel einzubeziehen.