22.05.2014
Deutschland: Vandalismus gegen evangelikalen Kongress
Sexualethik-Kongress: Farbbeutel-Anschlag auf Zentrale des Gnadauer Verbands
Deutschland: Vandalismus gegen evangelikalen Kongress
Sexualethik-Kongress: Farbbeutel-Anschlag auf Zentrale des Gnadauer Verbands
Unbekannte bewarfen in Nacht zu Donnerstag ein Gebäude des Gnadauer Gemeinschaftsverbandes in Kassel mit rosa Farbbeuteln. Das Haus gehört zu einem Gebäudekomplex, in dem heute der Sexualethik und Seelsorge Kongress des christlichen Vereins „weißes Kreuz“ beginnt.
Bereits im Vorfeld der Veranstaltung, die mit der „Heilung von Schwulen“ in Verbindung gebracht wird, gab es Proteste von Seiten der Politik. Die Kasseler Stadtverordnetenversammlung mit Ausnahme der CDU verfasste in einer Resolution in der es heißt, dass „in Kassel solche Gesinnungen unerwünscht sind“. Am morgigen Freitag sei außerdem eine Demonstration in der Kasseler Innenstadt sowie eine Kundgebung am Samstag vor dem Veranstaltungsort des Kongresses, berichtet das Medienmagazin Pro.
Die Kritik an dem Kongress richtet sich vor allem gegen die zwei Referenten Christl Ruth Vonholdt vom Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG) und Markus Hoffmann, Vorsitzender des Vereins „Wüstenstrom“. Ihnen wird nachgesagt Anhänger der „Umpolungstherapie“ von Schwulen und Lesben zu sein, wovon sich beide jedoch distanzierten.
Der Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes und Vorsitzende der Evangelischen Allianz, Michael Diener, kritisierte den Farbbeutelanschlag scharf: „An unserer Zentrale in Kassel ist zu erkennen, dass demokratisches Grundverhalten keine Selbstverständlichkeit ist“, schrieb er auf seiner Facebook-Seite.