30.05.2014
Pakistan: 40 christliche Häuser niedergerissen
Christen aus ihren Häusern vertrieben
Nach ihrer Vertreibung: Pakistanische Christen beten für ihre Verfolger.
Von Behörden in Lahore wurden die Häuser von 40 christlichen Familien bis auf die Grundmauern niedergerissen. Offizieller Grund: fehlende Baugenehmigungen. Die Gläubigen, die teilweise bereits seit 40 Jahren in den Häusern wohnten, durften nicht einmal Haushaltsgegenstände retten, bevor die Abriss-Fahrzeuge anrollten.
„Ich bin jetzt völlig mittellos“, klagt Zahid Masih, der seit mehr als 40 Jahren in der christlichen Siedlung Samanabad wohnt. „Die Hochzeit meiner Tochter ist für den 6. Juni geplant; aber jetzt ist die gesamte Mitgift zerstört.“
Rund 40 Jahre wohnte auch die Witwe Munawar Bibi in ihrem nun zerstörten Haus. „Wir haben jahrelang für den Hausbau gespart. Jetzt wurde innerhalb weniger Minuten alles zunichte gemacht. Ich bete, dass Gott uns helfen möge in dieser schwierigen Zeit. Wie bloß sollen den heißen Sommer überstehen, ohne Dach über dem Kopf?“
„Um 9 Uhr morgens rollte das Abrisskommando an“, erinnert sich Riaz Masih, ein Diabetes-Patient. „Sie warfen mich einfach aus dem Haus, wobei ich mich am Knie verletzte. Ich bin sehr dankbar, dass uns die christliche Hilfsorganisation "Sharing Life Ministry Pakistan" (SLMP) unterstützt.“
Die HMK arbeitet eng mit der Organisation SLMP zusammen und unterstützt in Pakistan diverse Projekte. Infos unter bit.ly/1payApc
Länder-Info
Der Islam ist Staatsreligion in Pakistan, das als eines der korruptesten Länder der Welt gilt. Zwar garantiert die Verfassung offiziell Religionsfreiheit, doch es herrschen strenge islamistische Gesetze, welche oft gegen Christen angewendet werden.
Ein Gesetz beispielsweise sieht vor, dass jede Person, die den Namen des Propheten Mohammed oder den Koran lästert, mit lebenslangem Gefängnis oder dem Tod bestraft werden kann. Dieses Blasphemiegesetz wird oft dazu missbraucht, Christen verhaften oder bestrafen zu können.
Regierungsvertreter schützen Christen nicht angemessen vor Gewalt. Kirchen werden häufig verwüstet, und Christen werden geschlagen, vergewaltigt, entführt und ermordet. Häufig bleiben die Täter straffrei. Christen sind auch am Arbeitsplatz und in der Schule schweren Diskriminierungen ausgesetzt.
Gebetsanliegen
Bitten wir Gott um Beistand für die Christen in Pakistan, die oft vertrieben werden. Schließen wir die HMK-Partner vor Ort in unsere Gebete mit ein und bitten wir um ihren Schutz.
Quelle: HMK