31.05.2014
Aserbaidschan: Wo ist Beten erlaubt?
Polizei hindert Muslime daran Gebet auf der Straße zu verrichten
Aserbaidschan: Wo ist Beten erlaubt?
Polizei hindert Muslime daran Gebet auf der Straße zu verrichten
Am 25. April versuchte die Polizei in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku, Muslime daran zu hindern, ihr Freitagsgebet in den Straßen rund um die hoffnungslos überfüllte sunnitische Lezgi Moschee zu verrichten. Seither sperrt die Polizei am Freitag um die Gebetszeit das Gebiet um die Moschee ab, um kein Gebet in der Umgebung zuzulassen, beklagte Imam Faiq Mustafa gegenüber Forum 18. Außerdem wurde die Moschee mit der Schließung bedroht. 2008 und 2009 wurden bereits andere sunnitische Moscheen geschlossen. Derzeit sind in der Hauptstadt Baku nur noch zwei geöffnet.
Eine Gruppe von etwa 15 Arbeitern, die am Bau für das neue Olympiastadion von Baku arbeiten, verrichtete auf der Baustelle die vorgeschriebenen Gebete, eine übliche Vorgangsweise in Ländern mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit. Kurz nachdem Fotos von den betenden Arbeitern im Internet aufgetaucht waren, wurden sie entlassen und die übrigen Arbeiter wurden gewarnt, es ihnen nicht gleich zu tun, berichtet der aserbaidschanische Journalist Mehman Huseynov in seinem Blog vom 19. März 2014.
Quelle: Forum 18, Oslo
Deutsche Fassung: Arbeitskreis Religionsfreiheit der ÖEA