01.04.2015
Deutschland: Stephanuskreis tritt für verfolgte Christen ein
Forderung: Entwicklungshilfe an Religionsfreiheit koppeln
Deutschland: Stephanuskreis tritt für verfolgte Christen ein
Forderung: Entwicklungshilfe an Religionsfreiheit koppeln
Köln (idea) – Verträge für Entwicklungshilfe sollten nur noch mit Ländern geschlossen werden, die Religionsfreiheit gewährleisten. Dafür plädiert der Vorsitzende des Stephanuskreises der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Prof. Heribert Hirte, in einem Interview mit dem katholischen Sender „Domradio“ (Köln). Der Stephanuskreis ist ein überkonfessionelles Gesprächsforum, das für Toleranz, Religionsfreiheit und verfolgte Christen eintritt. Das Forum, das nach dem ersten christlichen Märtyrer Stephanus benannt ist, zählt derzeit 87 Mitglieder. Wie Hirte weiter sagte, können deutsche Politiker in Verhandlungen und Gesprächen mit den betroffenen Ländern darauf hinweisen, wie notwendig freie Religionsausübung sei. Wo Religion nicht geachtet werde, fehlten auch andere Freiheitsrechte, etwa die Presse- und Meinungsfreiheit sowie die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Zur Frage, was er den verfolgten Christen zum Osterfest wünscht, sagte Hirte: „Die Kraft, auch in der Situation der Bedrohung zu ihrem Glauben zu stehen, weil Auswandern keine Lösung ist.“ In einer Mitteilung ruft der Politiker ferner dazu auf, an Ostern ein Zeichen der Solidarität mit bedrängten und verfolgten Christen – etwa im Nordirak und Teilen Syriens – zu setzen: „Wir dürfen nicht vergessen, dass Millionen Menschen ihren Glauben nicht offen leben können und damit eine der zentralen Botschaften des Christentums – die Auferstehung – nicht mit uns feiern dürfen.“ Laut Hirte haben Einschränkungen der Religions- und Weltanschauungsfreiheit seit 2007 kontinuierlich zugenommen. Das bestätige auch eine aktuelle Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung. Demnach sind Christen am stärksten betroffen – gefolgt von Muslimen. Von 198 untersuchten Ländern werden Christen in 102 und Muslime in 99 Staaten bedrängt oder verfolgt.