11.04.2015

Weltweit: Für verfolgte Christen beten

Orthodoxe feiern Ostern: Christus siegt über „die Mächte des Bösen“ - 300 Millionen Orthodoxe feiern die Auferstehung Christi am 12. April

Weltweit: Für verfolgte Christen beten

Orthodoxe feiern Ostern: Christus siegt über „die Mächte des Bösen“ - 300 Millionen Orthodoxe feiern die Auferstehung Christi am 12. April

Istanbul/Bonn/Wien (idea) – Zum orthodoxen Osterfest am 12. April hat das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie, Bartholomaios I. (Istanbul), zum Einsatz für Frieden und zur Achtung der Menschenrechte aufgerufen. In seiner Osterbotschaft beklagt er die Gewalt in zahlreichen Ländern: „Während wir voll Freude auf die Auferstehung als eine Realität des Lebens und der Hoffnung feiern, vernehmen wir aus der uns umgebenden Welt Schreie und Todesdrohungen, die aus allen Himmelsrichtungen diejenigen ausstoßen, die glauben, die Unterschiede zwischen den Menschen durch die Tötung ihrer Gegner beseitigen zu können – ein Verhalten, das Eingeständnis eines völligen Unverständnisses vom Inhalt des göttlichen Auftrags ist.“ Durch Gewalt werde die Welt nicht besser, noch würden dadurch die Probleme der Menschen gelöst. Das Böse könne nur durch das Gute, nie durch das Böse besiegt werden. Der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland, Metropolit Augoustinos (Bonn), schreibt in seiner Osterbotschaft: „Allen Mächten des Bösen zum Trotz, welche die Menschheit ans Kreuz festnageln wollen; all jenen blutigen Seiten der Menschheitsgeschichte zum Trotz, die durch die Jahrhunderte hindurch von Qual und Finsternis erfüllt sind: Der Sieg gehört dem Licht!“ Dank der Auferstehung Jesu Christi „überwiegt nicht der Tod, es siegt das Leben“. Die Orthodoxie ist in Deutschland mit rund 1,5 Millionen Christen die drittstärkste Konfession.

Für verfolgte Christen beten

Der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich, Metropolit Arsenios (Wien), ruft in seiner Osterbotschaft zum Gebet für verfolgten Christen auf: „Lasst uns unser Gebet vermehren für die auf der Welt verfolgten Mitmenschen und insbesondere für die Märtyrer des christlichen Glaubens in unserer Zeit, deren Blut den Baum der Kirche bewässert.“ Die Zahl der orthodoxen Christen liegt weltweit bei 300 Millionen. Sie feiern das Osterfest in diesem Jahr eine Woche nach Katholiken und Protestanten. Der unterschiedliche Termin geht auf verschiedene Berechnungsarten zurück. Die Ostkirchen bestimmen den Ostertermin nach dem Julianischen Kalender und nicht nach dem Gregorianischen Kalender, der im 16. Jahrhundert eingeführt wurde.