26.04.2015
Nepal: Hilfswerk unterstützt einheimische Gemeinden nach Erdbeben
Spenden für die notleidenden Menschen in Nepal
Nepal: Hilfswerk unterstützt einheimische Gemeinden nach Erdbeben
Spenden für die notleidenden Menschen in Nepal
(DEA) Das mit der Deutschen Evangelischen Allianz zusammenarbeitende Hilfswerk „Hilfe für Brüder international“ reagiert auf das furchtbare Erdbeben in Nepal durch Unterstützung christlicher Gemeinden in Nepal.
(Hilfe für Brüder International - Stuttgart) Bereits kurz nach dem schweren Erdbeben in Nepal hat das in Stuttgart ansässige Hilfswerk „Hilfe für Brüder International“ erste Auszahlungen an einheimische Netzwerke von christlichen Gemeinden angewiesen. „Während unsere Geschwister vor Ort noch verzweifelt auf der Suche nach ihren Angehörigen sind, wollen wir schnell und unbürokratisch finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, um die schwersten Nöte zu lindern.“ so der Direktor Ulrich Weinhold.
Über Facebook und E-Mail konnten sich noch Gemeindeleiter bei ihm melden, mittlerweile wird wegen der Abschaltung der Wasserkraftwerke aber der Strom in Nepal knapp. In Kathmandu sind viele Stadtteile ohne Versorgung. Leider sind auch Gemeindemitglieder unter den Opfern, so Weinhold weiter, man wisse mittlerweile auch von mindestens zwei zerstörten Kirchengebäuden. Leiter der Gemeindenetzwerke, unter anderem in der Theologieausbildung für Laien (TEE), können noch keine weitere Auskunft geben, weil es in den ersten Stunden nach dem Erdbeben noch gar nicht möglich ist, Informationen aus den Randgebieten des Kathmandu-Tals zu bekommen.
Man müsse davon ausgehen, dass es zu einer tragischen Steigerung der Opferzahlen komme, wenn Armee, Polizei und die Hilfsorganisationen in die Dörfer am Stadtrand gelangen, wo in den letzten Jahren viel gebaut wurde. Eine große Zahl von Menschen ist aus den ländlichen Gebieten in die Hauptstadt gezogen, als die kriegerischen Auseinandersetzungen mit den maoistischen Rebellengruppen zu Straßensperren und Mordanschlägen führten. Auch wenn jahrelang bekannt war – eigentlich wurde nach Weinholds Worten bei jeder seiner letzten drei Dienstreisen nach Nepal von der drohenden Erdbebengefahr gesprochen – , dass es einmal zu der großen Katastrophe kommen könnte, haben viele Menschen einfach auch nicht die finanziellen Mittel gehabt, um sicher zu bauen.
Nach der Erdbeben-Tragödie in Haiti, wo Experten von Christliche Fachkräfte International langfristig im Wiederaufbau mithelfen, wird sich das Stuttgarter Hilfswerk auch in Nepal in den kommenden Monaten und Jahren mit den einheimischen Partnern abstimmen, wo Hilfe zur Selbsthilfe von außen notwendig ist. Hilfe für Brüder und Christliche Fachkräfte International sind seit 1985 in Nepal aktiv und derzeit mit 20 Partnern auf nationaler und lokaler Ebene verbunden. Weinhold bittet ausdrücklich um Gebet: „Was sich hier noch abspielen wird, wenn es stärker regnet, mag man sich gar nicht ausdenken. Unsere Geschwister brauchen die schützende Hand Gottes. Aber auch viele Menschen anderer Glaubensrichtungen in dem sehr religiösen Land werden fragen, warum Tempel und Statuen einfach zerstört wurden – und vielleicht ganz neu nach Antworten suchen. Deshalb wollen wir auch die evangelistische Arbeit von Anfang an unterstützen. Möge GOTT reden.“
Ein Sonderkonto „Nothilfe Nepal“ ist für zweckbestimmte Spenden eingerichtet.
Hilfe für Brüder International
Evangelische Bank eG
IBAN DE89 5206 0410 0000 4156 00
BIC GENODEF1EK1
Sonderkonto „Nothilfe Nepal“