28.04.2015

Syrien: Zwei schwedische Missionare aus Geiselhaft freigelassen

Islamische Terroristen hatten die beiden Christen entführt

Syrien: Zwei schwedische Missionare aus Geiselhaft freigelassen

Islamische Terroristen hatten die beiden Christen entführt

Stockholm (idea) – Islamische Terroristen in Syrien haben zwei schwedische Christen nach 17 Monaten Geiselhaft freigelassen. Geholfen haben dabei jordanische und palästinensische Behörden, teilte das schwedische Außenministerium in Stockholm mit. Wie die christliche Tageszeitung „Dagen“ (Stockholm) berichtet, wurden die beiden Männer im November 2013 von der Al-Nusra-Front – einem Verbündeten des Terrornetzwerks El Kaida – entführt, als sie während eines Missionseinsatzes in Jordanien die Grenze zu Syrien überquerten. Bei den Männern handelt es sich um Thomas Olsson (50) und Martin Reen (33). Beide gehören nordschwedischen Freikirchen an. Sie wollten keine Fragen über ihre Gefangenschaft beantworten. „Uns geht es den Umständen entsprechend gut, und wir wollen allen danken, die daran beteiligt waren, uns frei zu bekommen“, so Olsson. Sie sind inzwischen zu ihren Familien zurückgekehrt. Die schwedische Außenministerin Margot Wallström dankte Jordanien und den Palästinensern für ihre Hilfe bei der Freilassung. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas habe persönlich dabei mitgewirkt.

Kein Lösegeld gezahlt

Medienberichten zufolge sagte ein Vertreter des palästinensischen Geheimdienstes, der Einsatz für die Geiseln habe nach einem Besuch von Abbas im Februar in Stockholm begonnen. Vorausgegangen war die Anerkennung des Palästinenserstaates durch Schweden. Palästinensische Spezialkräfte aus Jordanien hätten in Syrien direkt mit den Entführern verhandelt. Am 24. April seien die Geiseln freigekommen. Nach Angaben von Wallström wurde kein Lösegeld gezahlt.