29.04.2015

Deutschland: Kirchentag mit Mahnwache für verfolgte Christen?

Die Initiative der Konferenz Bekennender Gemeinschaften findet Zustimmung

Deutschland: Kirchentag mit Mahnwache für verfolgte Christen?

Die Initiative der Konferenz Bekennender Gemeinschaften findet Zustimmung

 

Hamburg/Stuttgart (idea) – Eine Mahnwache für verfolgte Christen soll beim Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 3. bis 7. Juni in Stuttgart stattfinden. Darum hat die Konferenz Bekennender Gemeinschaften in den evangelischen Kirchen Deutschlands das Kirchentagspräsidium gebeten. „Vergleichbare Mahnwachen ließen sich auch kurzfristig durchführen, wenn Überzeugung und Wille vorhanden waren“, heißt es in einem Schreiben des Vorsitzenden, Pfarrer Ulrich Rüß (Hamburg), an die Generalsekretärin des Kirchentags, Ellen Ueberschär (Fulda). Rüß zufolge sollen verfolgte Christen „wissen, dass ihr Schicksal in Deutschland fürbittend begleitet wird und ihr Leiden in Öffentlichkeit und Politik eine Stimme bekommt“. Dafür sei der Stuttgarter Kirchentag ein geeignetes Forum.

Dank für einen wichtigen Impuls

Ueberschär hat Rüß inzwischen für den „wichtigen Impuls“ gedankt und die Bereitschaft des Kirchentags erklärt, die Aktion zu unterstützen. Rüß solle mitteilen, wer die Initiative für die Mahnwache übernehme und sie durchführe, sagte Kirchentagssprecher Stefan von Kolson (Stuttgart) der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Das Schicksal verfolgter Christen werde in mehreren Kirchentagsveranstaltungen angesprochen, unter anderem in Abendandachten und Gottesdiensten. Am 6. Juni befasse sich auch ein Podium mit dem Bundesaußenminister, Frank-Walter Steinmeier (SPD), dem früheren Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi A. Annan (Genf), und dem anglikanischen Bischof Nick Baines (Leeds/Nordengland) mit weltweiten Krisen und Konflikten. Das Programm des Kirchentags umfasst mehr als 2.000 Einzelveranstaltungen. Es werden rund 100.000 Besucher erwartet.