01.08.2015
Deutschland: CVJM fordert „gelebte Willkommenskultur“
Menschen aus fremden Kulturen in Nächstenliebe begegnen
Deutschland: CVJM fordert „gelebte Willkommenskultur“
Menschen aus fremden Kulturen in Nächstenliebe begegnen
Kassel (idea) – Angesichts der jüngsten Brandanschläge auf Unterkünfte für Asylbewerber hat der CVJM-Gesamtverband (Kassel) aufgerufen, sich verstärkt für eine „gelebte Willkommenskultur“ einzusetzen. Die Unterbringung von Flüchtlingen sei eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung und müsse als solche angenommen werden. In einer am 31. Juli veröffentlichten Erklärung räumt der Verband zugleich ein, dass die Fremdheit der Menschen, „die uns aus anderen Kulturen begegnet“, verunsichern und verängstigen kann: „Wir wollen uns trotzdem nicht davon abhalten lassen, anderen in Nächstenliebe zu begegnen.“ Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte verurteile man „aufs Schärfste als fremdenfeindliche und daher menschenfeindliche Übergriffe“. Der Präses des CVJM-Gesamtverbandes, Ministerialrat Karl-Heinz Stengel (Remchingen bei Pforzheim), zeigte sich dankbar, dass sich an vielen Orten Ehren- und Hauptamtliche aus dem CVJM, dem Evangelischen Jugendwerk und dem Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands für Flüchtlinge engagieren: „Wir wollen als Teil einer weltweiten CVJM-Gemeinschaft weiterhin unseren Beitrag zu einer offenen, gelebten und praktizierten Willkommenskultur in Deutschland leisten.“ Der Erklärung zufolge trägt der CVJM auch zur Bekämpfung von Fluchtgründen bei. Gemeinsam mit den Partner-CVJM in Ländern wie Äthiopien, Eritrea, Ghana, Niger, Nigeria und dem Sudan trete man dafür ein, dass junge Menschen in ihrer Heimat Perspektiven für ihr Leben gewinnen und weiterentwickeln können. Der CVJM-Gesamtverband in Deutschland hat 330.000 Mitglieder und regelmäßige Teilnehmer. Darüber hinaus erreicht er in seinen Programmen, Aktionen und Freizeiten jedes Jahr fast eine Million junge Menschen.