06.08.2015

USA: Anschläge auf zwei Kirchen zur Gottesdienstzeit

Bei Explosionen im Bundesstaat Neu Mexiko wurde niemand verletzt

USA: Anschläge auf zwei Kirchen zur Gottesdienstzeit

Bei Explosionen im Bundesstaat Neu Mexiko wurde niemand verletzt

Las Cruces (idea) – Nach zwei Anschlägen auf Kirchen in Las Cruces (US-Bundesstaat Neu Mexiko) rücken Protestanten und Katholiken in der 97.000 Einwohner zählenden Stadt enger zusammen. Am 2. August detonierten zur Gottesdienstzeit im Abstand von einer halben Stunde Explosionskörper in der baptistischen „Golgatha-Gemeinde“ und der katholischen „Heiligkreuz“-Pfarrei. An beiden Kirchen entstand Sachschaden; verletzt wurde niemand. Der oder die Täter sind bisher nicht gefasst. In der Baptistengemeinde hatten sich zehn Minuten vor Gottesdienstbeginn etwa 30 Besucher versammelt. Die Zeitbombe detonierte am Eingang; dabei wurde der Briefkasten zerstört. Die Gemeinde erhält am 9. August einen neuen Pastor. Kevin Glenn hörte im Rundfunk von dem Anschlag und rief danach alle Christen auf, von Rachegefühlen gegen den oder die Täter abzusehen. Auch wenn diese Böses begangen hätten, dürfe man sie nicht dämonisieren. Für sie sei Jesus Christus ebenfalls am Kreuz gestorben.

Explosion beim Abendmahl

Glenn und der katholische Bischof Oscar Cantu (Las Cruces) riefen alle christlichen Gemeinden zu erhöhter Wachsamkeit auf. Seine Diözese sei im Gebet und in Solidarität mit den Baptisten verbunden, sagte Cantu. Die Explosion in der Heiligkreuzkirche ereignete sich während der Eucharistiefeier. Wie Monsignore John Anderson berichtete, habe er soeben die Einsetzungsworte gesprochen „Nehmet, esset; das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird“, als er einen lauten Knall gehört habe. Weil alle zum Empfang der Hostie am Altar gekniet hätten, habe sich niemand am Eingang der Kirche befunden.