08.08.2015
Griechenland: Christen verschenken Bibeln
„Operation Josua“: Neue Hoffnung inmitten der Finanzkrise
Athen (idea) – Christen haben den unter der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise leidenden Griechen mit dem Wort Gottes neue Hoffnung geschenkt. Im Rahmen der „Operation Josua“ verschenkten 350 Christen aus 23 Ländern 122.600 Tüten mit christlichen Schriften und Neuen Testamenten im modernen Griechisch in 370 Orten der nordgriechischen Provinzen Kilkis, Pella und Imathia. Die Aktion fand vom 8. bis 16. Juli statt und wurde zum achten Mal vom griechischen Missionswerk Hellenic Ministries (Athen) organisiert. Partner ist das deutsche Missionswerk DMG Interpersonal (früher: Deutsche Missionsgemeinschaft/Sinsheim bei Heidelberg). Wie DMG-Mitarbeiterin Karin Schutz berichtet, fiel die Aktion genau in die Woche nach der Volksbefragung über die Verhandlungen mit den internationalen Gläubigern und dem Schließen der griechischen Banken. Aufgrund der Krise seien die Menschen den Teams überaus nachdenklich und offen begegnet. Geholfen habe, dass zwei griechisch-orthodoxe Bischöfe den Einsatz unterstützten und Grußworte in die Bibeln drucken ließen. Manche Empfänger hätten auch nach Neuen Testamenten für ihre Nachbarn gefragt.
Es gab auch Festnahmen
Freilich sei nicht überall alles glatt verlaufen. Vereinzelt habe es vorübergehende Festnahmen durch die Polizei gegeben. Andererseits seien Menschen zum Glauben an Jesus Christus gekommen – selbst bei einem Team türkischer Christen, die früher von Griechen als Feinde angesehen worden seien. Nach Angaben von Hellenic Ministries sind von den elf Millionen Griechen weniger als ein Prozent „wiedergeborene“ Christen. 91,5 Prozent sind Mitglied einer Kirche, 5,8 Prozent Muslime und der Rest meist Nicht-Religiöse. Unter den Kirchenmitgliedern stellen die Orthodoxen mit fast 92 Prozent den Löwenanteil.