16.08.2015
Malediven: Nicht-Muslime werden verfolgt und geächtet
Keine Religionsfreiheit auf den Trauminseln
München (idea) – Die Malediven im Indischen Ozean sind die Trauminseln der Deutschen. Sie führen laut einer Umfrage des Reiseportals lastminute.de (München) die Liste der schönsten Inseln an – vor Hawaii, der thailändischen Inselgruppe, Mallorca und den Seychellen. „Die Malediven bezaubern mit endlosen weißen Sandstränden, kristallklarem Wasser, einsamen Buchten und romantischen Sonnenuntergängen“ – so schwärmt das Reiseportal von diesem Urlaubsparadies. Doch für religiöse Minderheiten sind die islamisch regierten Malediven alles andere als zauberhaft oder paradiesisch. Für Nicht-Muslime gibt es überhaupt keine Religionsfreiheit. Der Islam ist Staatsreligion. Es gilt das Religionsgesetz Scharia, das unter anderem den Übertritt vom Islam zu einer anderen Religion verbietet. Die öffentliche Ausübung des christlichen Glaubens wird strafrechtlich geahndet, denn die Regierung betrachtet sich als Hüterin und Verteidigerin des Islam. Sie hat das muslimische Glaubensbekenntnis zur Bedingung für die maledivische Staatsbürgerschaft erhoben. Die wenigen Christen unter den 330.000 Inselbewohnern werden vom Staat systematisch verfolgt.