20.08.2015

Deutschland: Religiös motivierte Krawalle in Suhl

Singhammer für religiös getrennte Unterbringung

Deutschland: Religiös motivierte Krawalle in Suhl

Singhammer für religiös getrennte Unterbringung

Suhl (idea) Probleme können bei der gemeinsamen Unterbringung von Christen und Muslimen in deutschen Flüchtlingsheimen aufkommen. So brachen am 19. August aufgrund religiöser Auseinandersetzungen heftige Krawalle in einer Einrichtung in Suhl (Thüringen) aus. Auslöser war, dass einem Mann vorgeworfen wurde, Seiten aus dem Koran gerissen zu haben. Daraufhin wurde er zunächst von 20 Heimbewohnern verfolgt. Die Gewalt eskalierte; mehrere Menschen wurden durch Messerstiche verletzt. Die Wut richtete sich auch gegen die Polizei. Etwa 50 Personen bewarfen die Beamten mit Steinen und gingen mit Eisenstangen auf sie los. Von den zehn Verletzten waren mindestens drei Polizisten. Das Flüchtlingsheim in Suhl ist für 1.200 Personen ausgelegt, untergebracht sind aber bis zu 1.800.

Bundestagsvizepräsident Singhammer für religiös getrennte Unterbringung

Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer (CSU) hatte sich bereits im vorigen Jahr dafür ausgesprochen, im Notfall christliche Flüchtlinge nicht zusammen mit Angehörigen anderer Religionen unterzubringen. Es gebe immer wieder Hinweise, dass sich Täter und Opfer in einer Unterkunft in Deutschland wiederfänden und die Opfer erneut verhöhnt und gemobbt würden. Die getrennte Unterbringung sei aber nur die zweitbeste Lösung. Singhammer: „Wir müssen Verfahren entwickeln, um möglichst zu vermeiden, dass Täter das Asylrecht nutzen, um die Diskriminierung oder Verfolgung von Christen hier fortzusetzen. Solche Täter sollten gar nicht erst in Deutschland einreisen können.“