20.08.2015

Deutschland: Schavan über Glaubensfreiheit

Im islamischen Religionsunterricht Freiheit erfahren - Vatikan-Botschafterin Schavan sprach in Münster über Glaubensfreiheit

Deutschland: Schavan über Glaubensfreiheit

 

Im islamischen Religionsunterricht Freiheit erfahren -

Vatikan-Botschafterin Schavan sprach in Münster über Glaubensfreiheit

Münster (idea) – Islamischer Religionsunterricht ermöglicht muslimischen Kindern, Zugänge zu Freiheitserfahrungen zu bekommen. Diese Meinung vertrat die deutsche Botschafterin im Vatikan, Annette Schavan, am 19. August in Münster. Sie sprach im Rahmen der Reihe „DomGedanken“ im katholischen St. Paulus-Dom. Neben dem Religionsunterricht bieten nach Schavans Ansicht die an vier deutschen Universitäten gegründeten Zentren für Islamische Theologie jungen Muslimen die „Erfahrung eines Raums der Freiheit des Denkens und der Aufklärung über ihre Religion“. Das sei eine gute Grundlage für den „Weg des Dialogs“ der abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam, so die frühere Bundesbildungsministerin. „Ein friedliches Miteinander der Religionen ist nur möglich, wenn zivilisatorische Standards akzeptiert werden: Respekt vor jedem Menschen, Achtung der Menschenwürde und der Grundrechte“, erklärte die ehemalige CDU-Politikerin. Der Islam gehöre zu Deutschland, „insofern er eine Quelle für das Selbstverständnis sowie Haltungen und Werte von muslimischen Bürgern ist, die hier leben“. Es werde von allen Religionsgemeinschaften erwartet, dass sie das Grundgesetz und die damit verbundene Rechtsordnung achten. Dann könne es kein alternatives Rechtssystem wie etwa das islamische Religionsgesetz Scharia geben. Religion dürfe zudem nicht für Gewalt und Terror missbraucht werden. Schavan: „Deshalb ist die Trennung von Politik und Religion Voraussetzung für Religionsfreiheit.“