21.08.2015

Sudan: Südsudanesische Pastoren kommen nach Hause

Trotz Verbotes gelingt Yat Michael und Peter Yein Reith die Ausreise

Sudan: Südsudanesische Pastoren kommen nach Hause

Trotz Verbotes gelingt Yat Michael und Peter Yein Reith die Ausreise

Juba (idea) – Die südsudanesischen Pastoren Yat Michael und Peter Yein Reith sind am 19. August nach rund siebenmonatiger Haft im Sudan wohlbehalten nach Hause zurückgekehrt. Aus dem Gefängnis entlassen wurden sie bereits am 5. August, jedoch verweigerte ihnen der sudanesische Geheimdienst die Ausreise. Aufgehoben wurde das Reiseverbot erst am 20., aber den Pastoren gelang die Ausreise schon am Tag zuvor. In der südsudanesischen Hauptstadt Juba wurden die Geistlichen von Mitgliedern der reformierten Presbyterianischen Kirche in einem Dankgottesdienst empfangen. Michael und Reith wurden wegen falscher Anschuldigungen im Sudan verhaftet. Die Kläger legten ihnen unter anderem zur Last, für den Südsudan zu spionieren, in einer kriminellen Organisation tätig zu sein und den öffentlichen Frieden zu stören. 97 Prozent der rund 35 Millionen Einwohner des Sudans sind Muslime. Der Anteil von Christen liegt bei 1,5 Prozent. Seit der Unabhängigkeit des überwiegend christlich geprägten Südsudans vor vier Jahren treibt der Sudan die Islamisierung voran. Seit 2012 werden Christen vertrieben und Kirchengebäude abgerissen.