26.02.2015
Israel: Brandanschlag auf orthodoxe Kirche
Jerusalem (idea) – In Jerusalem wurde ein Brandanschlag auf ein Gebäude der griechisch-orthodoxen Kirche verübt. In der Nacht vom 25. zum 26. Februar zündeten Unbekannte Teile eines von Mönchen für theologische Studien genutzten Hauses an. Obwohl drei Löschzüge den Brand rasch eindämmen konnten, gab es erheblichen Sachschaden, teilte die Polizei mit. Da die Täter Hassparolen gegen Jesus Christus hinterließen, handele es sich vermutlich um jüdische Extremisten, sagte eine Sprecherin. Die griechisch-orthodoxe Kirche hat rund 100.000 arabische Mitglieder. Ihr Erzbischof, Metropolit Aristarchos, bezeichnete die Tat als Anschlag gegen seine Kirche und das Christentum. Der Anschlag sei aber auch eine Beleidigung aller Israelis, die an ein Zusammenleben in friedlicher Koexistenz glaubten. Von den Angriffen der Fanatiker bleiben auch islamische Einrichtungen nicht verschont. Seit 2009 wurden rund 40 Kirchen, Moscheen und andere Einrichtungen in ähnlicher Weise beschädigt. In vielen Fällen gelingt es der Polizei nicht, die Täter zu ermitteln. Sie benutzen häufig den Schriftzug „Preisschild“. Dieser Ausdruck soll der Forderung Nachdruck verleihen, die jüdischen Siedlungen im Westjordanland beizubehalten. Jeder Angriff auf ihr Weltbild fordere seinen „Preis“. 75 Prozent der 8,1 Millionen Einwohner Israels sind Juden, 17 Prozent Muslime, zwei Prozent Christen und 1,7 Prozent Drusen. Die übrigen sind konfessionslos.