17.07.2015

Uganda: Evangelist überlebt Mordanschläge

Der Ex-Muslim wird wegen seines Übertritts zum Christentum verfolgt

Uganda: Evangelist überlebt Mordanschläge

Der Ex-Muslim wird wegen seines Übertritts zum Christentum verfolgt

Budaka (idea) – Im ostafrikanischen Uganda hat der Evangelist Hassan Muwanguzi (Budaka) zwei Mordanschläge überlebt. Bewaffnete Männer waren in das Haus des ehemals muslimischen Predigers eingedrungen. „Die Angreifer schrien, dass sie Hassans Kopf wollen, weil er ein Feind des Islam geworden sei“, berichtete ein Nachbar. Am Tag des Einbruchs war niemand zuhause; die Täter stahlen Geld, Elektronikgeräte und weitere Wertgegenstände. Drei Tage zuvor konnte ein Attentat auf den Evangelisten vereitelt werden. Auf einen Anruf hin sollte er sich mit einem Fremden treffen, der angeblich eine Nachricht für ihn habe. Muwanguzi ahnte eine Falle und kam nicht allein zu dem Treffpunkt. Nach einer Befragung durch einen Polizisten gab der Verdächtige zu, er sei beauftragt worden, den Christen umzubringen. Wer die Auftraggeber sind, steht für Muwanguzi fest: Radikale Muslime versuchten bereits 2014, ihn zu ermorden; als es ihnen nicht gelang, erwürgten sie seine zwölfjährige Tochter. Seit er 2003 Christ wurde, lebt der Evangelist unter ständigen Anfeindungen. Etwa 85 Prozent der rund 35 Millionen Einwohner Ugandas sind Christen, etwa elf Prozent Muslime und die übrigen Anhänger von Naturreligionen.