Gott will keine Revolution
Smirnow kritisierte Volksaufstände wie die Demokratiebewegung auf dem Kiewer Maidan. Geistlich gesehen stifte der Teufel zu Krieg und Revolution an, zitiert der Adventistische Pressedienst Smirnow. Die sündhafte Natur des Menschen lehne sich auf und gebe sich nie zufrieden. Demokratie gebe es nie in reinster Form, sondern nur unvollkommen. Die Auseinandersetzung in der Ostukraine sei zudem äußerst kompliziert. Es sei besser, eine Viertelstunde für Frieden zu beten, als eine Stunde lang darüber zu diskutieren.
Friedliche Lösung ist möglich
Smirnow hatte sich bereits vor einem Jahr in einer gemeinsamen Erklärung mit dem Präsidenten der All-Ukrainischen Union von Gemeinschaften der Evangelischen Christen-Baptisten, Wjatscheslaw Nesteruk (Kiew), überzeugt gezeigt, dass der Konflikt friedlich gelöst werden könne. Sie trafen sich am 8. April 2014 erstmals seit dem Sturz des ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch und dem Anschluss der ukrainischen Halbinsel Krim an Russland in Kiew. Beide Kirchenleiter verurteilten „alle gewaltsamen und brutalen Aktionen gegen Menschen sowie das Lösen von politischen Streitigkeiten mit militärischen Mitteln“. Ferner erklären sie, dass ihre Gemeinden „ohne Unterlass für Frieden zwischen unseren Völkern beten“. Zum ukrainischen Baptistenbund gehören über 2.300 Gemeinden mit 125.000 Mitgliedern, zum russischen 1.800 Gemeinden mit 76.000 Angehörigen.