05.06.2015
Uganda: Witwe fürchtet um ihr Leben
„Wenn du weiter den Feinden des Islam folgst, dann riskierst du dein Leben. Deine Kinder werden bald Waisen sein“, lautete eine der Drohungen, die Agnes Nasubuga Nura seit einiger Zeit per SMS bekommt. Seitdem ihr Ehemann Richard Lebon Suleiman am 15. Februar in Budaka, 193 Kilometer östlich der Hauptstadt Kampala, von Extremisten umgebracht worden ist, muss auch sie um ihr Leben fürchten.
An dem Abend seiner Ermordung war Suleiman von Männern in der Nähe eines Lebensmittelgeschäftes angehalten worden, in dem er gegen halb acht auf dem Heimweg nach Kabuna einkaufen war. Ein Augenzeuge berichtet, dass die Angreifer gesagt hätten: „Heute haben wir ihn gefunden – er verdient es, zu sterben.“
„Sie schossen ihm in die Stirn“, so Nura. Die 28-Jährige hat seit dem Tod ihres Ehemanns Schlafstörungen: „Manchmal holt mich die Erinnerung wieder ein und ich muss plötzlich weinen.“ Gemeinsam mit ihren fünf Kindern, die zwischen einem und neun Jahren alt sind, lebt die junge Mutter in einer kleinen strohgedeckten Hütte. Der Verlust des Ehemanns und Vaters hat die gesamte Familie hart getroffen. Nura kämpft ums Überleben, ihr karges Einkommen reicht nicht aus, um ihre Kinder zur Schule schicken zu können.
Vor etwa zwei Jahren war die Familie vom Islam zum christlichen Glauben übergetreten. Da lebten sie noch in einem Dorf namens Jami. „Seitdem wir Christen geworden sind, werden wir von Muslimen bedroht. Ständig bekamen wir Nachrichten mit der Aufforderung, zum Islam zu rückzukehren. Andernfalls wollten sie uns töten“, erzählt Nura. „Also haben wir beschlossen, nach Budaka zu ziehen.“ Ihr Ehemann hatte ein kleines Geschäft in Budaka. Doch als auch dort Muslime anfingen, ihn ständig zu beobachten, waren sie gezwungen, nach Kaduna überzusiedeln. Nun wird die junge Frau wieder bedroht …
Bitte beten Sie mit uns für Nura und ihre Kinder sowie für die vielen anderen Christen in Uganda, die immer öfter Opfer extremistischer Gewalt werden.
Quelle: HMK Deutschland