09.06.2015
Afghanistan: Christen müssen vorsichtig sein
Afghanistan ist eines der am wenigsten mit der christlichen Botschaft erreichten Länder der Welt. Es gibt 48.000 Moscheen aber nicht ein Kirchengebäude. Gemeinden leben fast ausschließlich als Untergrundkirche, und es gab nur eine leichte Verbesserung seit dem Sturz der Taliban. Gläubige aus dem Ausland, die stark zugenommen haben, können nur sehr vorsichtig ihren Glauben bezeugen. Die Zahl der afghanischen Gläubigen wächst, ebenso die Mittel, die zur Verfügung stehen, um ihnen zu helfen. Eine optimistische Schätzung geht davon aus, dass es mehrere Tausend einheimischen Christen gibt. Werden spirituellen Aktivitäten unter den Gläubigen entdeckt, wird auf dem muslimischem Hintergrund in den Medien intensiv darüber berichtet und versichert, hart durchzugreifen bis hin zur Todesstrafe.
Die Kindersterblichkeit in dem Land gehört zu den weltweit höchsten, weil die medizinische Grundversorgung oft schlecht ist. Die meisten Menschen haben keinen direkten Zugang zu sauberem Wasser. Frauen leiden furchtbar; sie haben eine der weltweit höchsten Sterblichkeitsraten. Depressive Erkrankungen und Selbstmorde sind unter ihnen häufig, und weniger als 20% von ihnen können lesen und schreiben. Christliche Organisationen haben eine zunehmende Zahl von Mädchen geholfen, in die Schule zu gehen. Zudem werden auf Frauen ausgerichtete Radioprogramme ausgestrahlt mit dem Ziel, ihnen die Liebe Gottes nahezubringen.
Quelle: Operation World vom Mai 15, Übersetzung AKREF