14.03.2015
Jemen: Wo der Hass kein Erbarmen kennt
Auf der arabischen Halbinsel ist der Jemen das Armenhaus par excellence. Die Wirtschaft ist am Boden, es herrscht Wasserknappheit, und wo die staatlichen Strukturen zusammenbrechen, rücken die Islamisten nach. Wegen der grossen Arbeitslosigkeit nahm Jamil* eine Stelle an, die in einem Gebiet lag, wo die Extremisten herrschen. Der Gefahr bewusst, zog seine Frau Naflah* mit den drei kleinen Kindern nach. Als überzeugte Christin besuchte sie viel die Nachbarsfamilien und war bald sehr beliebt.
Trotz aller Vorsicht bemerkte einer der Islamisten, dass seine Schwester oft zu Naflah ging, obwohl er das seiner Schwester verboten hatte. Wutentbrannt stürmte er eines Tages in Naflahs Haus und erschoss sie wie auch den sechs-jährigen Sohn! Selbst die sehr konservative Quartierbevölkerung war über diese brutale Tat geschockt. Der Vater des Täters distanzierte sich öffentlich von seinem islamistischen Sohn. Den trauernden Witwer mit den zwei Kleinkindern unterstützten wir mit einer Überbrückungshilfe von 475 Franken (440 Euro). Diese Hilfe ist möglich dank dem HMK-Netzwerk vor Ort und den treuen finanziellen Unterstützerinnen und Unterstützern.
*Name aus Sicherheitsgründen geändert
Quelle: HMK Schweiz