22.05.2015
Deutschland/Iran: Demos zur Freilassung von Said Abedini
Besuch von Naghmeh Abedini, der Ehefrau von Pastor Aberdini
Deutschland/Iran: Demos zur Freilassung von Said Abedini
Besuch von Naghmeh Abedini, der Ehefrau von Pastor Aberdini
(IGFM/AKREF) Mitglieder und Unterstützer der IGFM protestierten vor der iranischen Botschaft in Berlin für die Freilassung von Pastor Saeed Abedini am 21.5.15. Vor rund drei Jahren, am 26. September 2012, haben die iranischen Behörden den jungen Konvertitenpastor in Teheran willkürlich inhaftiert. Er ist verhaftet, misshandelt und gefoltert worden, weil er kein Muslim mehr sein wollte und sich mit anderen Konvertiten in Hauskreisen traf.
Ein Augenzeuge schreibt: "Die jüngste Mahnwache vor der Iranischen Botschaft in Deutschland war wie immer bestens vom Veranstalter, der “Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte” (IGfM) vorbereitet. Diesmal waren sogar auffällig mehr Plakat-Aufsteller im Einsatz, als bei vorherigen, ähnlichen Gelegenheiten. Der Eindruck war dann auch dementsprechend. Mehrere Autofahrer fuhren ganz langsam an unserer Position vorbei und wollten genau wissen, was wir da machen. Auch die Polizei war mit einem vierfachen Aufgebot des Üblichen angetreten. Ganze ACHT Beamte sicherten die Iranische Botschaft vor möglichen “Übergriffen” von uns Kundgebungsteilnehmern. Offensichtlich hatte den braven, Berliner Polizeibeamten noch niemand mitgeteilt, dass es bei dementsprechenden Kundgebungen noch NIE zu Ausschreitungen gekommen ist."
AKREF war auch schon einmal Vorort, damals bei einer Demo zur Freilassung von Pastor Benahm Irani, aber es ließ sich niemand von der iranischen Botschaft blicken, nicht mal am Fenster. So auch hier wieder, was ich sehr bedauere. Pastor Irani sitzt immer noch hinter Gittern, weil er zum Christentum vom Islam konvertierte.
"Überhaupt ist es sehr angenehm, dass bei diesen und ähnlichen Mahnwachen, Demonstrationen und sonstigen Veranstaltungen seit etwa zwei Jahren verstärkt Exil-Iraner und ihre Familien mitmachen. Diese bringen nämlich außer einer, wie ich finde, sehr erfreulichen Lautstärke auch die notwendigen, griffigen Parolen in schönstem Farsi mit. Das macht Freude, da ist viel Herzensgüte und auch Solidarität mit inhaftierten Christen wie Behnam Irani oder eben Said Abedini zu spüren. Schade nur, dass sich immer nur wenige “Deutsche” beteiligen. Offensichtlich haben wir, vor allem auch die Christen in der Stadt, wichtigere Dinge zu tun, als Solidarität mit einem der Ihren zu bekunden, der wegen UNSERES Glaubens leidet." so der Augenzeuge.
Mit dabei ist sehr oft der deutsche Pastor Martens von der Dreifaltigkeitsgemeinde aus Berlin-Steglitz, wo inzwischen schon hunderte getaufte iranische Mitglieder zu seiner evangelischen Gemeinde zählen.
Eigentlich wurde ein spezieller Gast erwartet, wie man mir berichtete. Es sollte die Ehefrau vom amerikanisch-iranischen Pastor Abedini, die grade in Europa weilt, kommen. Doch Frau Nahgmeh Abedini kam am nächsten Tag, da sie schon einen anderen Termin hatte. Heute war wieder eine Demo von der IGFM in Berlin angekündigt. Diesmal vor der türkischen Botschaft, da es um den nicht anerkannten Völkermord vor 100 Jahren an den Armenien ging.
Naghmeh Abedini, die Ehefrau des inhaftierten Konvertitenpastors Saeed Abedini, ist auf Einladung der IGFM nach Europa gekommen. In Berlin fand sie für ihr Anliegen offene Ohren – unter anderem bei Volker Kauder, dem Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. (siehe Bild) Rechts Martin Lessenthin, der Sprecher des IGFM-Vorstands.
Wie auf der HP von IGFM zu lesen steht:
Christoph Strässer, der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Vertreter des Auswärtigen Amtes empfingen Naghmeh Abedini, um mit ihr über die Situation ihres Mannes und andere Menschenrechtsverletzungen im Iran zu sprechen.
Naghmeh Abedini war auch am 21.5. beim Stepanuskreis um über die Situation ihres Mannes Saeed im Iran zu sprechen. Außerdem hatte sie die Gelegenheit, sich bereits zwei Mal mit dem Europäischen Parlament und im Januar 2015 mit Barack Obama zu treffen, der ihr seinen Einsatz für die Freilassung Speeds zusicherte. Den Deutschen Bundestag besuchte sie jetzt zum ersten Mal.
Wir wollen hoffen und beten, dass die beiden iranischen Pastoren so bald als möglich freikommen.
Links dazu: