23.05.2015
Deutschland: Osnabrücker Pfingstgemeinde verkleinert ihr Bauvorhaben
Auseinandersetzungen um „Friedenszentrum“ der „Lebensquelle“
Deutschland: Osnabrücker Pfingstgemeinde verkleinert ihr Bauvorhaben
Auseinandersetzungen um „Friedenszentrum“ der „Lebensquelle“
Osnabrück (idea) – Die Osnabrücker Pfingstgemeinde „Lebensquelle“ hat neue Pläne für ihr Großbauprojekt am ehemaligen Güterbahnhof präsentiert. Dort soll ein christliches Kulturzentrum entstehen, das ursprünglich Platz für rund 3.000 Besucher haben sollte. Doch das Vorhaben ist in der Öffentlichkeit umstritten. Jetzt soll es wesentlich kleiner angelegt sein und nur noch 1.100 Gäste aufnehmen können. Das gab Architekt Jakob Quiring (Soest) bei einer Pressekonferenz bekannt. Das „Friedenszentrum“ soll Räume für die Gemeindearbeit und einen Saal für Gottesdienste enthalten. Die „Lebensquelle, die zum Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) gehört, geht von weiteren Wachstum aus. Derzeit hat sie 355 erwachsene Mitglieder und 120 Kinder. Zu den Gottesdiensten am Sonntag und Mittwoch kommen rund 500 Besucher. Ihr derzeitiges Haus ist dafür zu klein geworden. Die Gemeinde will am neuen Standort auch ein Parkhaus errichten, das der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen soll. Einnahmen erwartet die Gemeinde aus den Parkgebühren wie auch aus der Vermietung von Gewerbeflächen auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs.
Schwule und Lesben opponieren gegen das Projekt
Um das Bauprojekt gibt es seit langem Auseinandersetzungen. Die von befreundeten Christen geleitete Immobilienfirma „Zion“ hat das 22 Hektar große Gelände erworben, auf dem sich alternative Kultureinrichtungen und Diskotheken befinden, die den Angaben zufolge weitergeführt werden sollen. Insbesondere Schwule und Lesben befürchten gleichwohl, dass ihre Freiheiten künftig eingeschränkt werden. Sie empören sich wegen der Bewertung homosexueller Praktiken als „Sünde“ durch Zion-Geschäftsführer Ralf Gervelmeyer. In einer Stellungnahme hat die „Lebensquelle“ versichert, dass es ihr fern liege, Menschen zu diskriminieren.