25.05.2015

Ostukraine: Ein Pastor erzählt

Wohnung geplündert, traurige Zustände

Ostukraine: Ein Pastor erzählt

Wohnung geplündert, traurige Zustände

Pastor Elisey, aus der Ostukraine und lokaler Partner von HMK Schweiz berichtet:

Die Ukraine steckt in einer Wirtschaftskrise und die Arbeitslosigkeit ist hoch. Viele meiner Freunde haben alles verloren. Deshalb helfen wir einigen Familien, in die USA zu immigrieren und wir sind zurzeit darum bemüht, dass sie den Flüchtlingsstatus erhalten. Andere Freunde sind in den westlichen Teil der Ukraine gezogen, weil es einfach zu gefährlich war, im Osten zu bleiben. Sie sind daran, sich eine neue Existenz aufzubauen.

In meiner Heimatstadt in der Ostukraine hat sich nichts geändert. Es gibt andauernd Schiessereien, starke Bombardements und Geiselnahmen. Die Zerstörung ist schrecklich, auch Gasleitungen und die Stromzufuhr wurden vielerorts zerstört. Die Anzahl russischer Soldaten und russischer Waffen nimmt zu. Es ist eine humanitäre Katastrophe. Wir haben keine Hoffnung mehr, dass die Stadt befreit wird. Wir werden wohl nie wieder dort zurückkehren können. Ich habe erfahren, dass Separatisten unsere Wohnungen und Häuser geplündert haben. Diese Räuber waren auch in meiner Wohnung. Es schmerzt, dies zu wissen.

Trotz allem wissen wir, dass Gott sich um uns kümmert und unsere Bedürfnisse stillt. Es tut mir weh, all das zu realisieren. Aber ich versuche, nicht an die Vergangenheit zu denken. Ich versuche, Gott zu dienen. Wir versuchen, einander zu unterstützen. Danke für all eure Gebete.