02.11.2015
Irak: Immer mehr kurdische Muslime werden Christen
Hilfswerk: Die Gräueltaten des IS machen sie neugierig auf das Christentum
Irak: Immer mehr kurdische Muslime werden Christen
Hilfswerk: Die Gräueltaten des IS machen sie neugierig auf das Christentum
Mossul/Charlottesville (idea) – Im Norden des Iraks werden immer mehr kurdische Muslime Christen. Das meldet das Hilfswerk „Christian Aid Mission“ (Christliche Hilfsmission) mit Hauptsitz in Charlottesville (US-Bundesstaat Virginia). Es beruft sich auf den Leiter einer Hilfsorganisation vor Ort, dessen Name aus Sicherheitsgründen nicht genannt wurde. Hauptgrund für die Bekehrungen seien die Gräueltaten der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS). Der IS, der weite Teile Syriens und des Iraks kontrolliert, möchte dort einen islamischen Herrschaftsbereich (Kalifat) errichten, in dem das Religionsgesetz Scharia mit äußerster Brutalität durchgesetzt wird. Christen, die sich weigern, Muslime zu werden oder eine Kopfsteuer zu zahlen, werden getötet, Mädchen und Frauen auf Märkten als Sex-Sklavinnen an IS-Kämpfer verkauft.
„Sie haben den Islam einfach satt“
Das mache viele gemäßigte Muslime umso neugieriger auf das Christentum, so der Leiter der Organisation: „Sie haben den Islam einfach satt.“ Je mehr Gebiete der IS erobert habe, desto mehr Kurden hätten Interesse am christlichen Glauben bekundet: „Sie sehnen sich danach, etwas über Christus zu erfahren, besonders über Wunder, Heilungen, Gnade und Liebe.“ Der Chef des Hilfswerks spricht von einer „regelrechten Erweckung“. Dabei setze seine Organisation weder auf Missionare noch auf Prediger: „Wir glauben an die Kraft des Wortes Gottes.“ Im Zentrum der Arbeit stehe die soziale und materielle Unterstützung: „Wir helfen den Menschen, weil wir sie lieben.“ Viele würden dadurch neugierig und fragten nach den Gründen für das Engagement. Wer wolle, bekomme dann eine Bibel, in der er lesen könne, wie Jesus sich verhalten hat.