03.11.2015

Deutschland: Brandanschlag auf Geschäftsstelle der „Demo für alle“

Hedwig von Beverfoerde: Geistige Brandstiftung führte zu echter Brandstiftung

Deutschland: Brandanschlag auf Geschäftsstelle der „Demo für alle“

Hedwig von Beverfoerde: Geistige Brandstiftung führte zu echter Brandstiftung

 

Magdeburg (idea) - Auf die Bundesgeschäftsstelle des Aktionsbündnisses „Demo für alle“ in Magdeburg wurde ein Brandanschlag verübt. Das Bündnis engagiert sich für den Schutz von Ehe und Familie, gegen eine Frühsexualisierung von Kindern in der Schule und gegen die Gender-Ideologie. An der jüngsten Demonstration der Organisation am 11. Oktober in Stuttgart beteiligten sich über 5.300 Menschen. Die Geschäftsstelle befindet sich in einem Gebäude einer Gerüstbau-Firma von Josef von Beverfoerde, dem Ehemann der Organisatorin der „Demo für alle“, Hedwig von Beverfoerde (Berlin). Wie sie der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte, wurde in der Nacht zum 1. November ein in einem offenen Gebäudeteil abgestellter Kleinbus in Brand gesteckt, der auch bei den Demonstrationen in Stuttgart eingesetzt war. Neben dem Fahrzeug gelagertes Holz, das Dach und ein angrenzender Sozialraum fingen sofort Feuer. Der Kleinbus und ein Teil des Gebäudes brannten aus. Die Feuerwehr verhinderte größeren Schaden. Die Polizei leitete Ermittlungen ein. Wie von Beverfoerde weiter sagte, tauchte noch in der Tatnacht auf einer linksradikalen Plattform im Internet ein anonymes Bekennerschreiber auf, in dem zur Nachahmung aufgefordert wird. Aus dem Schreiben geht hervor, dass der Anschlag der Organisatorin der „Demo für alle“ galt.

Engagierte Christen werden als Hassreden schwingende Zombies dargestellt

Beverfoerde sieht einen Zusammenhang mit der Premiere des Theaterstücks „Fear“ (Furcht) in Berlin, in dem die Organisatorin der Protestaktion und Redner wie die katholischen Publizistinnen Gabriele Kuby (Rimsting am Chiemsee) und Birgit Kelle (Kempen) sowie die evangelische AfD-Europapolitikerin Beatrix von Storch (Berlin) „als rechtsextreme Hassreden schwingende Zombies dargestellt und ‚künstlerisch’ zum Abschuss freigegeben werden“. In der Nacht nach der Premiere am 25. Oktober war bereits das Auto von Storchs in Berlin angezündet worden. Beverfoerde über das Theaterstück: „Das ist geistige Brandstiftung, die offenbar direkt zu echter Brandstiftung führt.“ Ähnlich äußert sich auf der Internetseite der „Demo für alle“ der Medienunternehmer Klaus Kelle (Kempen): „Immer deutlicher zeigt sich, dass hier die Saat von Internet-Hetzern und ihren Stichwortgebern aufgeht, die inzwischen selbst zutiefst bürgerliche und christlich gesinnte Menschen publizistisch in die Nähe des Rechtsradikalismus rücken und somit zum Abschuss freigeben.“ Schon wer öffentlich für die traditionelle Familie eintrete, erhalte „ungezügelte Drohungen und Beleidigungen“. Kelle bedauert, „dass kein Justizminister kommt, um solchen Leuten das Handwerk zu legen“.