20.11.2015
Usbekistan: Religionsfreiheit in Gefahr
Weitere Geldstrafen, Vernichtung von Bibeln, UN Menschenrechtsausschuss äußert Besorgnis wegen religiöser Zensur
Usbekistan: Religionsfreiheit in Gefahr
Weitere Geldstrafen, Vernichtung von Bibeln, UN Menschenrechtsausschuss äußert Besorgnis wegen religiöser Zensur
Ende September verurteile ein Richter in Karshi zehn Mitglieder einer Baptistengemeinde zu Geldstrafen von bis zu 50 monatlichen Mindestgehältern, weil sie sich ohne staatliche Erlaubnis zum Gottesdienst versammelt hatten. Weiters ordnete der Richter die Vernichtung der konfiszierten Bibeln und Liederbücher an, was leider in Usbekistan gängige Praxis ist. Beamte hatten die Gemeinschaft im August gefragt, weshalb sie sich nach wie vor zum Gottesdienst versammelt, nachdem sie bei einer Razzia im April verwarnt worden war, dass dies illegal wäre. Zeugen Jehovas berichten von mehr als 75 Fällen, in denen nach Razzien und Konfiskation von Literatur Geldstrafen von bis zu 20 monatlichen Mindestgehältern verhängt wurden. Im Juli äußerte sich der Menschenrechtsausschuss der Vereinten Nationen besorgt über religiöse Zensur sowie über Folter, Gefängnis- und Geldstrafen wegen der Ausübung des legitimen Rechts auf Religionsfreiheit.
Quelle: Forum 18, Oslo
Deutsche Fassung: Arbeitskreis Religionsfreiheit der ÖEA