21.11.2015
Deutschland: „Sie mussten die Hölle sehen“
RTL zeigt EKD-Dokumentarfilm über die Opfer des Terrors in Nigeria
Deutschland: „Sie mussten die Hölle sehen“
RTL zeigt EKD-Dokumentarfilm über die Opfer des Terrors in Nigeria
Hannover/Mainz (idea) – Wie leben Menschen, die Angehörige bei Anschlägen der islamistischen Terrorbewegung Boko Haram (Westliche Bildung ist Sünde) in Nigeria verloren haben? Antworten gibt der Dokumentarfilm „Sie mussten die Hölle sehen – Auf der Flucht vor Boko Haram“, der in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) entstanden ist. Der Privatsender RTL strahlt die Dokumentation am 22. November um 23.45 Uhr aus.
Eine hessen-nassauische Pfarrerin macht Witwen neuen Mut
Wie die EKD mitteilt, begleitet der Film die evangelische Pfarrerin Renate Ellmenreich aus Mainz bei einer Reise nach Nigeria. Sie besucht dort Freunde und Mitarbeiter in Hilfsprojekten. Sie hat selbst von 1999 bis 2004 in dem westafrikanischen Land als Missionarin der Basler Mission gelebt und Frauen dort das Lesen, Schreiben und Rechnen beigebracht. Der Film zeigt, wie die hessen-nassauische Pfarrerin heute jenen Frauen neue Hoffnung macht, die ihre Ehemänner bei terroristischen Angriffen verloren haben. Sie fühlten sich von der ganzen Welt vergessen. Die Pfarrerin will ihnen Hoffnung geben und hat deshalb das Hilfswerk „Widow Care“ (Hilfe für Witwen) gegründet. Boko Haram will im Norden des Landes ein Kalifat errichten, das frei von Christen sein soll, und in dem das Religionsgesetz Scharia mit brutaler Härte durchgesetzt wird. Nach Schätzungen der UN hat der Terror von Boko Haram seit 2009 mindestens 17.000 Todesopfer gefordert.