15.10.2015

IS: Die IS-Gräueltaten sind Völkermord an Christen

Evangelist Franklin Graham verurteilt Übergriffe als grausam und abscheulich

IS: Die IS-Gräueltaten sind Völkermord an Christen

Evangelist Franklin Graham verurteilt Übergriffe als grausam und abscheulich

 

Charlotte (idea) – Als Völkermord an Christen hat der US-Evangelist Franklin Graham die Gräueltaten der Terrorbewegung Islamischer Staat (IS) im Irak und in Syrien bezeichnet. Im sozialen Netzwerk Facebook fragt er, warum die Welt sich weigert, die brutalen IS-Taten als das zu bezeichnen, was sie wirklich sind, nämlich Völkermord. Der 63-jährige Präsident der Billy-Graham-Gesellschaft (Charlotte/Bundesstaat Nord Carolina) und des Hilfswerks „Samaritan’s Purse“ (Geldbeutel des Samariters) wundert sich, dass die Welt zu den Übergriffen des IS auf Christen, Jesiden und andere religiöse Minderheiten weithin schweigt. Dessen Methoden seien „unvorstellbar grausam und abscheulich“. Mit seinem Eintrag reagiert der Baptistenpastor auf die Ermordung von drei assyrischen Christen am 23. September, die gekreuzigt worden waren, und zwölf weiteren Christen am 28. August. Graham: „Warum wurden sie umgebracht? Weil sie sich weigerten, ihren Glauben an Jesus Christus aufzugeben.“ Der Evangelist verweist auf Augenzeugen, wonach unter den Opfern sogar ein 12-Jähriger gewesen sei: „Sie schnitten dem Jungen die Fingerspitzen ab, um seinen Vater so zu zwingen, zum Islam zu konvertieren.“ Mit den Schildern „Ungläubige“ seien ihre Leichen zwei Tage lang an den Kreuzen öffentlich zur Schau gestellt worden. Für genau so schlimm wie die Taten hält es Graham, dass sie unter dem Deckmantel der Religion verübt worden seien.

Sicherheitsanalyst: Wie man den IS bekämpfen kann

Zu den Verbrechen äußerte sich auch der Islam-Experte und Sicherheitsanalyst des Internetportals „Clarion Project“, Prof. Ryan Mauro (Washington). Nach seinen Worten führen die islamischen Extremisten das aus, was nach ihrer Überzeugung die vorgeschriebene Strafe für jene sei, die sich vom Islam abgewandt hätten oder ihn bekämpften. Mauro: „Wenn man IS oder andere Islamisten besiegen will, muss man ihre Lehre bekämpfen.“ Das 2006 gegründete Projekt warnt vor den Gefahren des islamischen Extremismus.