19.10.2015

China: Hauskirchen haben es schwer

Informationen aus Politik & Gesellschaft

China: Hauskirchen haben es schwer

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Hauskirche zur Registrierung aufgefordert

[CA] In Wuhan, der Provinzhauptstadt der Provinz Hubei, wurde am 4. Oktober bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr eine Hausgemeinde mit rund 70 Gemeindemitgliedern von Beamten des staatlichen Religionsbüros und Vertretern der offiziellen Drei-Selbst-Kirche ultimativ aufgefordert, sich als offizielle Gemeinde registrieren zu lassen. Falls die Gemeinde dieser Forderung nicht nachkomme, würden weitere Gemeindeversammlungen unterbunden. Dieses Vorkommnis ist ein weiteres deutliches Anzeichen dafür, dass die Regierung unter Staatspräsident XI Jinping die Kontrolle über nichtregistrierte religiöse Gemeinschaften rigoros verstärken will.

Schlechte soziale Sicherung für Kleriker

[CD] Die Pekinger Renmin-Universität hat einen Bericht veröffentlicht, der die schlechte soziale Sicherung von Klerikern in allen der fünf wichtigsten chinesischen Religionen (Taoismus, Buddhismus, Islam, katholische und protestantische Kirche) aufzeigt. Für rund ein Viertel aller Kleriker sei weder eine Rentenversicherung noch eine Krankenversicherung abgeschlossen worden.

Staatliche Medien berichteten von gewaltsamen Zusammenstößen

[CN] In China kommt es immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen.Vor allem bei Enteignungsmaßnahmen von landwirtschaftlichen Flächen kommt es zu schweren Zusammenstößen. Mitte September wurde von einer besonders brutalen Zwangsenteignung berichtet: Eine von der Stadtregierung angestellte Schlägertruppe besuchte deswegen einen Bauern. Tags darauf fand man in den Trümmern seines abgebrannten Hauses den verkohlten Leichnam des Bauern. Bemerkenswert ist jedoch die Tatsache, dass dieses Vorkommnis nun sogar von staatlichen Medien veröffentlicht worden ist.

Quelle: China Informationen 2015 - 10