20.10.2015

Deutschland: Kauder dankt idea

Christen werden besonders oft verfolgt und benachteiligt - Kauder CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender dankt idea für eine Extra-Ausgabe

Deutschland: Kauder dankt idea

Christen werden besonders oft verfolgt und benachteiligt -

Kauder CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender dankt idea für eine Extra-Ausgabe

Berlin (idea) – Christen werden besonders häufig verfolgt oder benachteiligt. Das schreibt der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder (Berlin), in einem Editorial für eine Sonderausgabe der Evangelischen Nachrichtenagentur idea zum Thema Christenverfolgung: „Es ist eine anerkannte, traurige Tatsache, dass in vielen Regionen der Welt religiöse Minderheiten – auch und insbesondere Christen – benachteiligt, diskriminiert, terrorisiert und anderweitig verfolgt werden.“ Besonders dramatisch sei die Lage gegenwärtig im Irak und in Syrien, wo die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) einen Herrschaftsbereich errichten will, in dem das islamische Religionsgesetz Scharia gilt: „Viele Menschen fliehen aus einer Region, in der diejenigen, die sich nicht den brutalen Glaubenssätzen des IS beugen wollen, ihr Eigentum verlieren, in die Sklaverei verkauft oder gar grausam hingerichtet werden.“

Der Bundestag soll umfassender unterrichtet werden

Neben der Tätigkeit des Hilfswerks für verfolgte Christen „Open Doors“ (Kelkheim), das mit seinem Weltverfolgungsindex jährlich neu an diese Tatsache erinnere, gebe es mittlerweile zahlreiche Untersuchungen, die die Zunahme von Benachteiligung und Verfolgung klar belegen. Auf Antrag der Fraktionen von CDU/CSU, SPD und Bündnis90/Die Grünen habe der Deutsche Bundestag die Bundesregierung im Juni aufgefordert, auch Informationen der deutschen Auslandsvertretungen zu Verstößen gegen die Religionsfreiheit zu sammeln und dem Parlament umfassend darüber zu berichten, so Kauder. Gesicherte Informationen seien eine wesentliche Grundlage für das Handeln zugunsten bedrängter Christen und für die Religionsfreiheit: „Ich begrüße daher sehr, dass die Redaktion von idea erneut eine Sonderausgabe vorlegt, die solche Informationen aktuell zusammenführt. Wir alle können verfolgten Christen im Gebet, durch ein Erinnern an ihre Not in der Öffentlichkeit, durch Spenden und Mahnwachen helfen – daher müssen wir wissen, wer wo der Hilfe bedarf.“

Gemeinsam für das Gute einstehen

Nach Kauders Worten muss auch die Weltgemeinschaft stärker als bisher an die Regeln erinnert werden, „die sie sich selbst gegeben hat“. Auf diesem Weg habe die CDU/CSU-Fraktion gemeinsam mit der internationalen Parlamentariervereinigung für Religionsfreiheit im September gemeinsam mit mehr als 100 Parlamentariern aus knapp 50 Staaten in New York, dem Sitz der Vereinten Nationen, ein Zeichen gesetzt: „Regierungen wie die des Iran, die noch immer die Todesstrafe für die Abkehr vom Islam kennen, wurden an die Abkommen erinnert, die auch für sie gelten. Angeschrieben wurden auch Myanmar und Vietnam – hier reagierte man bereits empfindlich auf die klaren Worte der breiten Allianz. Die gemeinsame Erklärung der Parlamentarier – Frauen und Männer, Muslime, Hindus, Buddhisten und Christen – lässt keinen Zweifel daran, dass sie zusammen für mehr Religionsfreiheit weltweit einstehen.“ Das vielleicht Schönste an dieser großen Einigkeit: „Sie zeigt uns, dass wir nicht allein mit unserer Sorge für Benachteiligte und Verfolgte stehen. Es gibt viele, die mit uns für das Gute eintreten.“