21.10.2015

Deutschland: Haftbefehl wegen versuchten Totschlags

Muslim wollte Christen wegen seines Glaubens totschlagen. Afghanischer Asylbewerber verletzte Iraner schwer – Täter auf der Flucht

Deutschland: Haftbefehl wegen versuchten Totschlags

Muslim wollte Christen wegen seines Glaubens totschlagen.

Afghanischer Asylbewerber verletzte Iraner schwer – Täter auf der Flucht

Hamburg (idea) – In Hamburg hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen einen afghanischen Asylbewerber wegen versuchten Totschlags erlassen. Muhamad A. soll am 18. Oktober in einer Notunterkunft der Freien und Hansestadt den Iraner Amirali H. mit einem Teleskopschlagstock angegriffen und schwer verletzt haben. Der Grund für den Überfall: Der Iraner soll dem Afghanen wenige Tage zuvor erzählt haben, dass er vom Islam zum Christentum übergetreten sei. Daraufhin habe der Afghane erklärt, dass es in einem solchen Fall keine Sünde sei, den 24-Jährigen zu töten. Die Polizei geht davon aus, dass es der erste mutmaßlich religiös motivierte Fall von Gewalt unter Asylbewerbern in Hamburg ist. Auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea erklärte Polizeisprecher Andreas Schöpflin: „Ohne es im einzelnen geprüft zu haben, handelt es sich hier um den ersten Vorfall dieser Art, der uns bekannt wurde.“ Der Afghane Muhamad A. hätte sich eigentlich nicht in Hamburg aufhalten dürfen. Er ist laut Polizei in Bayern erfasst und dann der Stadt Chemnitz zugeteilt worden. Nach dem Angriff auf den Iraner gelang es ihm mit Hilfe von bis zu 20 weiteren Bewohnern, aus der Notunterkunft unerkannt zu entkommen. Von ihm fehle weiterhin jede Spur. Der Christ Amirali H. wurde nach seinem Krankenhausaufenthalt in einer anderen Unterkunft untergebracht.