11.09.2015

Deutschland: Aufruf für Religionsfreiheit

Stephanuskreis: Sie muss in zwischenstaatlichen Verträgen angesprochen werden

Deutschland: Aufruf für Religionsfreiheit

Stephanuskreis: Sie muss in zwischenstaatlichen Verträgen angesprochen werden

Berlin (idea) – 60 Bundestagsabgeordnete der CDU/CSU-Fraktion – darunter zahlreiche engagierte Protestanten – unterstützen einen internationalen Aufruf gegen die weltweite Verfolgung religiöser Minderheiten. Damit schließen sie sich einem Offenen Brief von über 100 Abgeordneten des Europäischen Parlamentes an. Darin fordern sie den Schutz der Religions- und Glaubensfreiheit als Menschenrecht. „Insgesamt leben drei Viertel der Weltbevölkerung in Ländern, in denen die freie Religionsausübung gefährdet ist“, heißt es darin. Zu den Parlamentariern, die den Aufruf unterzeichnet haben, gehören unter anderen Steffen Bilger, Frank Heinrich, Volkmar Klein, Elisabeth Motschmann und Johannes Selle. Der Vorsitzende des Stephanuskreises, Heribert Hirte, hatte bei seinen Fraktionskollegen um Unterstützung des internationalen Appells geworben: „Wir erfahren von immer mehr Menschen überall auf der Welt, die ihres Glaubens wegen verfolgt oder unterdrückt werden.“ Die Flüchtlinge, die vor der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) in Europa Schutz suchten, seien nur „die sichtbare Spitze aller religiös Verfolgten und Unterdrückten“. Es gehe darum, ein sichtbares Zeichen in die Welt zu senden: „Wir fordern von allen Staaten: Verteidigt die Religionsfreiheit als Menschenrecht!“ Sie müsse auch in zwischenstaatlichen Verträgen, Verhandlungen und selbst inoffiziellen Begegnungen angesprochen werden, so die Abgeordneten und Mitglieder des Stephanuskreises. Er ist ein überkonfessionelles Gesprächsforum, das für Toleranz und Religionsfreiheit eintritt und sich um die Situation verfolgter Christen in aller Welt kümmert.